Konfirmation

Die Konfirmation ist eine feierliche Segenshandlung die in den meisten evangelischen Kirchen den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter markiert. In ihrer geschichtlichen Entwicklung hat die Konfirmation noch weitere Bedeutungen bekommen. Sie ist der Abschluss des kirchlichen Unterrichtes mit „Lehrbefragung", der die persönliche Bestätigung der Taufe und damit das bewusste JA zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit vollzieht.

In den meisten evangelischen Kirchen werden Kirchenmitglieder durch die Konfirmation zum Abendmahl zugelassen. Weitere Rechte unterscheiden sich je nach Kirche. In vielen haben Konfirmierte ungeachtet ihres Alters das Recht, Taufpaten zu sein. Zudem besitzen sie das Recht, in Notfällen Ungetaufte zu taufen.

Im Gegensatz zur Firmung gilt die Konfirmation nicht als Sakrament. Sie wird im Rahmen eines Festgottesdienstes vollzogen, in dem Konfirmanden ihren Glauben öffentlich bekräftigen sollen. Die Konfirmation findet üblicherweise im Alter von 14 Jahren statt und ist mit einem Familienfest und Geschenken verbunden. Traditionell tragen Konfirmanden festliche schwarze Kleidung.

Die Vorbereitung auf die Konfirmation dauert je nach Kirchenordnung zwischen neun Monaten und mehreren Jahren. Da während der nationalsozialistischen Herrschaft der Religionsunterricht meist nicht den Vorstellungen der Kirche entsprach, wurde in den 1930er Jahren in vielen Gemeinden ein drittes Unterrichtsjahr eingeführt und der Unterricht begann bereits in der 6. Klasse.