Nachkriegsleben: „Dafür bin ich dem lieben Gott dankbar!“
In den Nachkriegsjahren wird Willi Strunck auch wieder im ND tätig. Er baut einen Bekanntenkreis aus ehemaligen NDern auf. Mit ihnen gemeinsam und weiteren Aktivisten aus der katholischen Jugend ruft er eine Laienspielgruppe ins Leben. Vor allem in der Weihnachtszeit werden mit großem Erfolg Stücke mit religiösen Inhalten aufgeführt.
Der Bund bleibt bis zu seinem Tod eine feste Größe in seinem Leben. Er habe im ND, so sein Resümee, viele „tolle Menschen“ kennengelernt. Das sei ihm insbesondere während des Krieges – wie überhaupt sein Glaube und die Kirche - stets eine große Stütze gewesen. So hätten sich zwischen 1940 und 1945 immer wieder Menschen ähnlicher Glaubensrichtung helfend zusammengefunden, ohne dass sie sich vorher gekannt hätten. Durch die so entstehende Verbundenheit, die sein ganzes Leben durchzogen habe, sei es ihm gelungen, sein langes Leben gut zu meistern.
Willi Strunck engagiert sich nach 1945 zudem auf politischem Gebiet. In Bergisch Gladbach ist er Mitbegründer der örtlichen Christlich Demokratischen Partei (CDP), der Vorläuferin der CDU, der er Jahrzehntelang angehören wird. 20 Jahre lang amtiert er für die Partei als Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender.
Neben Beruf, Familie, kirchlichem und politischen Engagement nimmt sich das Ehepaar Strunck immer wieder die Zeit für schöne Reisen, die beide stets in vollen Zügen genießen. „Dafür bin ich dem lieben Gott dankbar!“
