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Jugend! Deutschland 1918-1945
Editionen zur Geschichte
Didaktik & Schule

Karlheinz Münchow

geb. in Köln 1928

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Jungvolk: „Ich war begeisterter Pimpf!“

1938 tritt Karlheinz ins Jungvolk ein. Die Gemeinschaft mit ändern Jungen aus unterschiedlichen sozialen Schichten macht ihm viel Freude. Das Motiv: „Einer für alle und alle für Einen“ verstärkt das Gefühl, zusammen zu gehören. Karlheinz ist mit vollem Herzen und großer Begeisterung Pimpf.

Er wird Trommler, was ihn mit Stolz erfüllt. Er übt fleißig und ausdauernd auch zu Hause. Bei seinem ersten Aufmarsch des 120 Jungen starken Fähnleins durch Braunsfeld marschiert er mit zwei anderen Trommlern direkt hinter dem Fahnenträger mit. Er trommelt so engagiert, dass der Trommelboden zerreißt. Sein Fähnleinführer rettet ihn aus der Not, indem er ihm hilft, die Trommel umzudrehen, so dass er mit hoch-rotem Kopf doch noch gedämpft weiter trommeln kann.

Bald wird er Hordenführer. Er ist verantwortlich, die Jungen der Jungenschaft über Ort und Zeit des nächsten „Dienstes“ zu benachrichtigen. Hierfür muss er die Jungen zu Hause aufsuchen. Im Arbeiterviertel der Widdersdorferstr. werden auch schon mal die Türen nicht geöffnet oder die Jungen laut beschimpft und rausgeworfen. Während des Dienstes spielen die Standesunterschiede keine Rolle.

Die Heimabende finden mittwochs in den Räumen der katholischen Schule statt. Das gemeinsame Singen einer ständig wachsenden Zahl von Liedern schweißt die Gemeinschaft zusammen. Samstags wird auf dem Schulhof exerziert oder es werden im nahe gelegenen Stadtwald Geländespiele veranstaltet. Der Sport spielt eine große Rolle. Besonders beliebt ist das Zusammensein mit Gesängen und Erzählungen rund um ein Lagerfeuer.

 

zuletzt bearbeitet am: 16.04.2018