Nachkriegszeit: „Wir machen die gemeinsame Jugend weiter“

Als Hugo Kreutzer nach Hause kommt, ist sein Elternhaus zum Teil ausgebombt. Zwei seiner Geschwister sind ausquartiert, aber zu seiner Erleichterung stellt er fest, dass die ganze Familie relativ wohlbehalten durch den Krieg gekommen ist.

Schon am Tag nach seiner Ankunft in Essen trifft sich Hugo mit Mitgliedern der Steeler Pfarrjugend und des „Kreises" und schmiedet Pläne, wie die katholische Jugend der Laurentiusgemeinde wieder aufgebaut bzw. weitergeführt werden soll. Bewusst entscheiden sie sich dabei für eine Pfarrjugend und gegen eine vor dem Krieg übliche Trennung in verschiedene katholische Jugendverbände. Der „Kreis" sieht in der Pfarrjugend die richtige Form, da sie - während der NS-Zeit aus der Not heraus entstanden - sich letztlich bewährt habe und homogen und gewachsen sei.

Hugo Kreutzer kann nun endlich auch Dekanatsjugendführer in Essen Steele aktiv werden, eine Funktion, die er bis 1950 ausfüllt. Dabei entwickelt sich im Laufe der Zeit ein enger Kontakt zu Kölner Gruppen.

 

1950 heiratet Hugo Kreutzer. Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor, was das ehrenamtliche Engagement im Jugendbereich natürlich beeinträchtigen muss. Dennoch bleibt er auch nach der Heirat noch in verschiedenen Ämtern und Funktionen im Bereich der katholischen Jugendarbeit aktiv. Zeit seines Lebens ist er mit hohem Engagement in der katholischen Kirche tätig, wofür er auch hohe Auszeichnungen erhält.