Die Grundsätze des Nationalsozialismus (1935)

Diese Schallplatte über „Die Grundsätze des Nationalsozialismus“ wurde am 20. Februar 1935 im Raum VII der Studios der Deutschen Grammophon in der Lützowstr. 111 in Berlin aufgenommen. (Matr. Nr. 278 und 279 GO/DG)

Sprecher der Aufnahme war Dr. Max Frauendorfer[1] in seiner Funktion als Reichsschulungsleiter der NSDAP.

Am 30. Januar 1933, so führt er aus, habe die NSDAP „in unerhörter Disziplin die Verantwortung für die Geschicke der Nation“ übernommen. Für den Nationalsozialismus sei eine Revolution keineswegs identisch mit Bürgerkrieg. Er würde eben sämtliche Gebiete des nationalen Lebens umfassen und stelle keinesfalls eine Wissenschaft dar, sondern sein nichts anderes als eine Zusammenfassung einiger weniger weltanschaulicher Grundsätze. Voraussetzung zu deren Verständnis sei kein bestimmtes Maß an Bildung, denn es seien nicht die Gehirne, sondern die Herzen, an die die NS-Bewegung appelliere. Sie repräsentiere eine „geistige Einheit“ und sei nur als „organische Gesamtheit“ zu werten. Es sei gelungen, innerhalb kurzer Zeit die maßgeblichen Grundsätze des Nationalsozialismus zur verwirklichen.

Dieser sehe es als seine Aufgabe an, dem deutschen Volk seine Weiterentwicklung und eine „tausendjährige Einheit von Blut und Gut“ zu sichern. Nur wenn die Menschen sich „die Gott gegebene Reinheit erhalten“ würden, könnten sie leistungsfähig bleiben, denn „Blut und Boden“ seien die „Grundlage unseres Lebens“.

Die Gesamtdauer der Aufnahme beträgt 8:20 Minuten.

 
Fußnoten

[1] Der 1909 geborene Max Frauendorfer schloss sein Studium der Nationalökonomie, Zeitungs- sowie Rechtswissenschaften im Oktober 1931 ab; 1933 promovierte er zum Dr. jur. Er war bereits 1928 in NSDAP und SS eingetreten und agierte u.a. als Gauredner in München. Im November 1931 wurde Referent für Innenpolitik („Referat Ständischer Aufbau“) in der NSDAP-Reichsleitung und leitete ab Juni 1933 das Amt für ständischen Aufbau der Deutschen Arbeitsfront (DAF), in der er ab Mai 1934 zudem stellvertretender Leiter im Organisationsamt und ab Ende 1934 Leiter im Schulungsamt wurde. Im September 1934 wurde Frauendorfer auf Betreiben von Robert Ley als Nachfolger von Otto Gohdes Reichsschulungsleiter im „Amt Rosenberg“. In dieser Funktion war er zuständig für die Schulung der Politischen Leiter, die Parteischulen sowie die Herausgabe der „Schulungsbriefe“ von DAF und NSDAP. Mitte 1936 wechselte er als Hauptschriftleiter der Zeitschrift „Deutsche Verwaltung“ in NSDAP-Reichsrechtsamt.