Der Bund Deutscher Mädel
Diese Schallplatte ,mit dem Titel „Der Bund Deutscher Mädel“ wurde am 15. März 1935 im Raum VII der Studios der Deutschen Grammophon in der Lützowstr. 111 in Berlin aufgenommen. (Matrizennummer 2598 und 2599 - GN/DG). Veröffentlicht wurde sie auf dem Weißlabel der „Polydor“.
Sprecherin ist Hertha Reinking, Referentin für Mädelarbeit im Ausland in der Reichsjugendführung.
Das Wesen des BdM, so Reinking, sei die bewusste Pflege von Kameradschaft, Sozialismus und Körperstählung sowie der Verbreitung von NS-Gedankengut. Frühere Gruppen hätten versagten, weil Ihnen der „Kampfgedanke“ gefehlt habe. Mit der NS-Machtübernahme habe zugleich der „Wille“ triumphiert, und aus dem BdM sei eine mächtige Organisation geworden. Anders als während der „Kampfzeit“ könnten die Mädchen nun auf Ihre Aufgabe vorbereitet werden, „Zukunft des Volkes“ zu sein. Durch ihre Uniformen würden Klassenunterschiede verwischt und – anders als im Marxismus – „Kameradschaft“ sowie „Disziplin“ gepflegt und gewährleistet.
Während der Heimabende werde den Mädchen der „Sinn der Geschichte unseres Volkes“ nahegebracht. Volkstänze und -lieder würden „altes Volkstum“ wieder aufleben lassen. So würden die Sonnenwenden oder das Erntedankfest als „ewiger Quell für neue Lebenskraft“ wieder gebührend gefeiert. Regelmäßiger Sport solle Körper und persönlichen Mut „stählen“. Hinzu komme die „Sozialarbeit“, Verschickung der Großstadtjugend, Sanitätskurse usw. Auch der Arbeitsdienst der weiblichen Jugend und das Landjahr würden vom „Geist des BdM“ getragen.
Die Gesamtdauer der Aufnahme beträgt 6:10 Minuten.