Die deutsche Arbeitsfront als Verwirklichung der ständischen Ordnung

Diese Schallplatte mit dem Titel „Die deutsche Arbeitsfront als Verwirklichung der ständischen Ordnung“ wurde am 1. November 1934 im Raum VII der Studios der Deutschen Grammophon in der Lützowstr. 111 in Berlin aufgenommen. (Matrizennummer 2467 und 2468 - GN/DG). aufgenommen. Veröffentlicht wurde sie auf dem Weißlabel der „Polydor“.

Sprecher ist Dr. Max Frauendorfer[1], Leiter des Amtes für ständischen Aufbau und Reichsschulungsleiter der NSDAP.

Ein Hauptwesenszug des Nationalsozialismus ist laut Frauendorfer seine „lebensvolle, organische Betrachtungsweise“. Der „Volkskörper“ würde eine Einheit bilden, die sich aus Gliedern und Organen zusammensetze. Erforderlich sei daher eine „organisatorische Gestaltung“, woraus sich der einzuschlagende Weg ergebe, nämlich die Synthese von Nationalismus und Sozialismus zu verwirklichen. Anstelle eines „liberalistischen Chaos“ sei eben eine „organische Ordnung“ erforderlich.

Neben regionalen Gruppen sei eine Organisation in „Reichsbetriebsgemeinschaften“ – z.B. der Metallindustrie oder des Verkehrswesens – erforderlich, die jeweils alle Beschäftigte bestimmter Berufsgruppen umfassen würden. Das diene nicht zuletzt der Verhinderung eines Klassenkampfes.

Der Weg der Deutschen Arbeitsfront führe zur Zusammenarbeit auf der Grundlage gegenseitiger Anerkennung. Der ständische Aufbau der Arbeitsfront sei praktisch gelebter Nationalsozialismus. Beim „Betriebsführer“ solle dabei stets Verständnis für die „Gefolgschaft“ und bei der wiederum ein Wissen über die Lage des Betriebes vorhanden sein. „Jeder schaffende Mensch wird als Glied der Volksgemeinschaft anerkannt.“ So werde der Nationalsozialismus getreu der Parole „Gemeinnutz vor Eigennutz – jedem das Seine“ zur „Tat“.

Die Aufnahme hat eine Dauer von 5:58 Minuten.

 
Fußnoten

[1] Der 1909 geborene Max Frauendorfer schloss sein Studium der Nationalökonomie, Zeitungs- sowie Rechtswissenschaften im Oktober 1931 ab; 1933 promovierte er zum Dr. jur. Er war bereits 1928 in NSDAP und SS eingetreten und agierte u.a. als Gauredner in München. Im November 1931 wurde Referent für Innenpolitik („Referat Ständischer Aufbau“) in der NSDAP-Reichsleitung und leitete ab Juni 1933 das Amt für ständischen Aufbau der Deutschen Arbeitsfront (DAF), in der er ab Mai 1934 zudem stellvertretender Leiter im Organisationsamt und ab Ende 1934 Leiter im Schulungsamt wurde. Im September 1934 wurde Frauendorfer auf Betreiben von Robert Ley als Nachfolger von Otto Gohdes Reichsschulungsleiter im „Amt Rosenberg“. In dieser Funktion war er zuständig für die Schulung der Politischen Leiter, die Parteischulen sowie die Herausgabe der „Schulungsbriefe“ von DAF und NSDAP. Mitte 1936 wechselte er als Hauptschriftleiter der Zeitschrift „Deutsche Verwaltung“ in NSDAP-Reichsrechtsamt.