Tradition und Sozialismus
Diese Schallplatte mit dem Titel „Tradition und Sozialismus“ wurde 1938 aufgenommen. (Matrizennummer 3817). Veröffentlicht wurde sie auf dem Weißlabel der „Polydor“.
Sprecher ist Prinz Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe[1], Adjutant von Joseph Goebbels im Reichspropagandaministerium.
In der Aufnahme geht es um das angebliche Erwachsen nationaler Traditionen aus revolutionären Geschehnissen im Leben der Völker und die Verantwortung der „Kämpfer des Nationalsozialismus“, die in Deutschland erfolgte „nationalsozialistische Revolution“ zur nationalen Tradition Deutschlands werden zu lassen. Es sei bereits nach dem Ersten Weltkrieg der Zeit für eine Revolution gewesen, selbst wenn dieser gewonnen worden wäre. Es sei damals nämlich versucht worden, das deutsche Volk seinen Traditionen zu entfremden – etwa durch die „Leugnung alles Heroischen“ – und in der Zeit davor habe es einheitliche deutsche. Traditionen überhaupt nicht gegeben. Die NS-Revolution stehe nunmehr in einer direkten historischer Verbindung zu verschiedenen nationalen Traditionen wie etwa dem Preußentum. ) Man stehe am Beginn einer neuen, Jahrhunderte überdauernden, im Werden befindlichen Tradition.
Die Aufnahme hat eine Gesamtdauer von 6:11 Minuten.
[1] Der 1906 geborene Prinz Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe war schon früh zur NS-Bewegung gestoßen und diente ihr bereits vor 1933 als einer ihrer ersten „Reichsredner“. Nach der NS-Machtübernahme fungierte er als Adjutant von Joseph Goebbels und war dadurch einer seiner engsten Mitarbeiter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. 1929 war er als einer der ersten Angehörigen des deutschen Hochadels in die NSDAP eingetreten, wo er zunächst als Helfer Robert Leys im Gau Rheinland tätig wurde. Zum 1. November 1934 wurde der Prinz Referent in der Auslandsabteilung des Propagandaministeriums und später Hauptstellenleiter im Stabe des Gauleiters der Auslandsorganisation der NSDAP.