Politisches und gesellschaftliches Engagement: „Die Politik hat mein Gesellschaftsbild wesentlich erweitert.“

Franz-Josef Blum engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. So wird er in den Schulen, die seine Kinder besuchen, in verschiedene Ämter gewählt. Außerdem ist er Vorsitzender der neu entstandenen Bürgergemeinschaft. Da seine politischen Einflussmöglichkeiten in diesen Funktionen allerdings recht begrenzt sind, tritt er in die CDU ein, für die er fünf Legislaturperioden im Bergisch Gladbacher Stadtrat sitzt. Er sieht sein Engagement als „Verpflichtung“ an, „sich in der Demokratie politisch zu betätigen“. Dadurch möchte er der Gesellschaft „etwas zurückgeben.“ Zugleich lehnt er jedoch die „Ideologie der 68-er“ ab, weil sie nach seiner eher konservativen Sichtweise die Demokratie für eine extreme Ideologiezu opfern bereit gewesen seien.

Franz-Josef Blums Betätigung in der Politik basiert insbesondere auf seiner Opposition zum Nationalsozialismus und ist zudem durch seine starke Prägung durch sein katholisches Elternhaus und den „Bund Neudeutschland“ bestimmt. Diese Faktoren beeinflussen sein gesamtes Nachkriegsleben maßgeblich. „Ohne die Politik wäre ich ein subalterner Kirchenangestellter geworden. Die Politik hat mein Gesellschaftsbild wesentlich erweitert.“