Klaus Franken arbeitet nach dem Krieg weiter hauptberuflich in der Jugendarbeit, zunächst für die Stadt Köln, später für die Erzdiözese Köln. Der Katholische Jungmännerverband (KJMV) steht auch nach dem Krieg in vielen Dingen noch immer im Gegensatz zur Amtskirche und will nicht sich vereinnahmen lassen und anpassen. „Es muss alles anders und neu werden!“ sei damals die Devise gewesen, resümiert Klaus Franken.
Auch nach dem Krieg wird die Zentrale der katholischen Jugend wieder in Düsseldorf angesiedelt. Klaus Franken arbeitet dort von 1946 bis 1948. Da das Gebäude des „Jugendhaus“ jedoch zunächst wiederaufgebaut werden muss, ist sein Büro in der ersten Zeit nach „Haus Altenberg“ ausgelagert. Die Arbeitsbedingungen gestalten sich zunächst überaus provisorisch. So gibt es etwa nach keine Busverbindungen zwischen Düsseldorf und Altenberg, so dass Teile des Weges ins Bergische Land mit Milchkarren zurückgelegt werden.
Klaus Franken geht zunächst wieder ganz in der katholischen Jugendarbeit auf. Er schreibt mehrere Bücher – so ein „Christliches Lesebuch“ -, veröffentlicht Fotobildbände, erstellte zahlreiche Themenhefte für die Jugendarbeit und gibt noch mehr von ihnen heraus. Er initiierte auch den sehr erfolgreichen Fotowettbewerb „Jugend sieht die Zeit“. Damals, so beurteilt Klaus Franken rückblickend, sei die katholische Kirche an der Jugendarbeit „sehr interessiert“ gewesen.
1959 beendet er seine angestellte Tätigkeit im Jugendhaus - „weil das alles zu viel war“, begründet er diesen Schritt später. Klaus Franken wird Sachbuchautor und schreibt – wenig überraschend – vorwiegend über katholisch inspirierte Themen.
