Volksschule - „Nein, nein, bei uns änderte sich nichts

Anna wird 1930 in der katholischen Marienschule eingeschult und wechselt später zur Laurentiusschule, die näher an ihrem Elternhaus liegt. In der Marienschule geht sie schon 1931 zur Frühkommunion. „Wir waren noch in der ersten Klasse, da wurde die Frühkommunion propagiert von Papst Pius X." Dabei betreuen und begleiten die jeweiligen Mütter, so auch die von Anna ihre Kinder. Die Entscheidung zur völlig freiwilligen Teilnahme an der Frühkommunion treffen die Eltern. Die speziell hierfür notwendigen Gebetbücher für die Mädchen werden von ihren Lehrerinnen mit der Hand geschrieben, da die gerade eingeschulten Kinder kaum schreiben können. Ein Jahr später nimmt Anna trotzdem noch einmal am regulären Kommunionsunterricht der Pfarre sowie auch an der Erstkommunion selbst teil.

Nach der 6. Klasse geht sie ein Jahr in Leipzig zur Schule. 1938 wird Anna aus der Volksschule entlassen, besucht anschließend bis 1940 die Städtische Handelsschule und absolviert dann ihr Pflichtjahr.

An Veränderungen in der Marienschule um 1933 kann sich Anna Büse nicht erinnern. Gleiches trifft später auch auf Das Klima der Laurentiusschule zu. An keiner der von ihr besuchten Schulen sei auf die Schülerin Druck ausgeübt worden, sich dem BDM anzuschließen.