Pflichtjahr und Berufsleben - „Warum nicht, dann weiß ich wenigstens, wo ich bin“

Nach Abschluss der Volksschule absolviert Anna ihr Pflichtjahr auf einem Bauernhof in der Nähe von Osnabrück. Die Verbindung dorthin ist durch die Tochter des Bauern zustande gekommen, die zuvor in Essen-Steele zur höheren Schule gegangen ist. Außerdem war bereits ein anderes Mädchen aus Steele auf dem Hof beschäftigt gewesen. „Warum nicht", denkt sich Anna damals und verpflichtet sich zur Umgeheung des Reichsarbeitsdienstews gleich ein ganzes Jahr - „dann weiß ich wenigstens, wo ich bin" - und tritt die Reise nach Osnabrück an. Da sie ihr Pflichtjahr vorwiegend mit Hausarbeit ausschließlich auf dem Hof verbringt, bleibt sie während dieser Zeit von politischer Propaganda weitgehend verschont.

Nach Ablauf des Pflichtjahrs ist Anna dreieinhalb Jahre lang in einem Steuerberaterbüro tätig. Dort macht sie die Buchhaltung und übernimmt die klassischen Aufgaben einer Stenotypistin.