Gestapo-Verhör: „Dann biste so blöd, wie man blöd sein kann!“
Durch ihre konspirative Tätigkeit gerät schließlich auch Therese selbst in das Visier der Gestapo, 1943 wird sie mit ihrer Freundin Maria im Anschluss an einen Ausflug von rund 25 jungen katholischen Frauen zum Verhör ins EL-DE-Haus geladen. Für einen solchen Fall hat sie zuvor mit Bruder Klaus eine Strategie ersonnen: „Dann fing ich immer wieder mit der Bibel an, dann hatte ich immer was zu sagen!“ Außerdem beherzigt sie dessen Tipp: „Dann biste so blöd, wie man blöd sein kann!“
Das Gestapo-Verhör erstreckt sich über mehrere Stunden. Auch danach handelt Therese umsichtig: Nachdem das Verhör beendet ist – es ist 3 Uhr in der Nacht -, setzt sie sich mit ihrer Freundin in der Nähe des EL-DE-Hauses auf die Eingangsstufen eines Hauses, wo sie warten, bis die Gestapo-Männer, die sie verhört haben, verschwunden sind. „Die hätten uns ja sonst von hinten umhauen können!“ Die Gestapo-Leute sind ihr nämlich unheimlich und werden als abstrakte, namenlose Gefahr empfunden: „Da weiß ich nicht einen Namen!“
