Wehrmacht: „Wir wurden alle gepiesackt!“

August Broil kommt zur Ausbildung in eine Kaserne in der Nähe von Aachen. Er hat keine guten Erinnerungen an seine Rekrutenzeit: „Wir waren einige Rheinländer, die sich alle dumm gestellt haben, umso mehr wurden wir gepiesackt!“

Im Zuge der Ausbildung werden Rekruten gesucht, die sich freiwillig zur Waffen-SS melden sollen. Als während eines Appell sie Aufforderung ergeht, dass Freiwillige vortreten mögen, geschieht nichts. Daraufhin werden diejenigen zum Vortreten aufgefordert, die größer als 1,80 Meter sind. Dazu zählt auch August Broil, dem – so seine Schilderung – nichts anderes übrig bleibt, als mit seinen 1,85 Meter Körpergröße aus der Reihe zu treten.

Bevor er aber in Cottbus zur Waffen-SS eingezogen wird, muss er sich bei einem Militärarzt vorstellen und hat Glück: „Der war auch Rheinländer!“ Dieser Arzt habe ihn wegen einer eigentlich harmlosen Hauterkrankung krankgeschrieben und als wehrunfähig erklärt. Zwar muss August Broil in der Wehrmacht bleiben, wird allerdings nicht zur Waffen-SS abgeordnet.

Nun meldet er sich – zum ersten und letzten Mal während seiner Wehrmachtszeit – freiwillig zu etwas: Es werden Rechnungsführer gesucht – eine Aufgabe, die er aufgrund seiner Ausbildung und Berufserfahrung gut ausfüllen kann. So wird er in dieser schließlich in die Normandie abkommandiert, wo er hinter der Frontlinie für die Organisation des Nachschubs zuständig zeichnet. Wegen der erfolgreichen Ausübung seiner Tätigkeit wird er sogar zum Unteroffizier befördert.