Strafversetzungen wegen Verweigerung gegenüber dem NS-Staat: Der Vater Mathias Eickels
Der Vater von Josef Eickels, Mathias Eickels, geb. 15. Dezember 1887, war von Beruf Reichsbahn-Assistent und arbeitete am Bahnhof in Wegberg. Er war ein tiefgläubiger Katholik, der seinen Glauben gegen alle Widerstände auch nach Außen vertrat. Dem Nationalsozialismus stand er ablehnend gegenüber und machte aus dieser Haltung auch kein Hehl. So verweigerte er nicht nur die Mitgliedschaft in einer der zahlreichen NS-Organisationen, sondern lehnte es auch ab, bei den Sammlungen von DRK und NSV zu spenden. Damit geriet er innerhalb seines Wohnortes Wegberg bald in starke Kritik, da er hier mit Menschen konfrontiert wurde, die seiner kompromisslosen Haltung wenig Neigung entgegenbrachten und ein derartiges Ausscheren aus der „Volksgemeinschaft“ nicht tolerierten. Anzunehmen ist, dass dabei nicht allein Auseinandersetzungen auf politischem Gebiet eine Rolle spielten, sondern auch zwischenmenschliche Animositäten mit hineinwirkten. Zudem war er wohl ein Mensch, dessen Meinung vielen etwas galt, was die örtlichen Parteivertreter als entwicklungshemmend für die Partei ansahen, so dass sie sich darum bemühten, ihn mundtot zu machen.
