Gisbert Kranz: "Meine Pennezeit" (1)

Es handelt sich hier um das erste von vier Heften, die Gisbert Kranz als Schüler des Carl-Humann-Gymnasiums in Essen Steele angelegt hat. Auf insgesamt fast 300 handschriftlichen Seiten (die hier auch transkribiert vorliegen) bietet er eine Chronik seiner Schulzeit von seiner Aufnahmeprüfung am Gymnasium im März 1931 bis zum Abitur acht Jahre später.

Es wird Wichtiges und Unwichtiges beschrieben und immer wieder um längere Charakteristiken einzelner Lehrer ergänzt. Insofern bietet diese "Chronik" aus Schülersicht interessante Einblicke in den Schulalltag in Steele.

Das Werk entstand offenbar nicht "in einem Guss". Dieser erste Band etwa wurde zwischen Juli 1935 und Februar 1937 im Schularchiv aufgehoben und muss demnach bereits vor Juli 1935 entstanden sein.

Buch XIII.

Gisbert Kranz. OIII.

Dieses Buch
befand sich von
Juli 1935
bis zum
25. Februar 1937
im Schularchiv.

Meine Pennezeit, G. Kranz.

Gedichte und Schriebe von meinen Mitschülern und mir.

1. Buch.

[Zeichnung]

Anmerkung:

Die Schriebe und Gedichte,
die von Mitschülern und
nicht von mir sind, sind
mit einem Sternchen * be-
zeichnet. Die Namen der Ver-
fasser sind nicht angegeben.

1. Abschnitt: Sexta bis Untertertia.

Vier Jahre lange Pennezeit
ist wirklich keine Kleinigkeit.
Man büffelt, lernet und man schwitzt,
bis der Krempel richtig sitzt.
Die Pauker sind selten zufrieden:
Man kriegt Arbeiten, die gerieben.
Wenn doch mal die Penn’ abbrennte,
dann hätte dieses all ein Ende.
Muss denn dieses alles sein?
Französisch, Griechisch und Latein,
Algebra, Geometrie,
Botanik und Zoologie?

Wir haben gelernt beim alten Stutz
„Non scholae, sed vitae discimus!“
Aber hätte Eva nicht den Apfel genommen,
dann wäre dieses nicht alles gekommen.
Einen Vorteil hat die Schule doch:
Denn man wird immer weiser noch
Und wenn man etwas gutes kann,
dann wird man auch ein tücht’ger Mann:
Doktor, Lehrer, Advokat,
Pastor oder Studienrat,
oder auch ein Philosoph,
etwas wird man, und wenn dof! -
Trotzdem die Schule „schrecklich“ ist,
man aber doch viel Blödsinn kriegt.
Welche Streiche wir getrieben,
steht im folgenden geschrieben.

I. Sexta.

Ostern 1931-Ostern 1932.

1. Die ersten Eindrücke von der Penne.

Als ich als „frischer“ Sextaner zum erstenmal in die Penne kam, wunderte ich mich: In den Klassenzimmern waren dieselben Bänke, wie in der Volksschule. Ich dachte, die Schüler säßen auf Stühlen an Schreibtischen. Aber die Klassenzimmer waren wie auf der Volksschule. Die Bänke waren auch so verkleckst, beschrieben und bemalt. Die Lehrer waren garnicht so böse und streng, wie ich dachte. Sie waren genauso, wie die Volksschullehrer, nur, daß sie eben Professoren, Doktoren und Studienräte waren. –

Der Unterricht war auch ganz schön. In Deutsch lasen wir Geschichten aus dem Lesebuch. In Latein lernten wir die leichtesten Vokabeln und Sätze, wie: „Rhenania est Provincia.“ „Puella attenta est.“ „Regina rosas amat.“ Stutz sagte uns: „Das Latein ist ja soooo leicht. Ihr seht es ja! Ihr braucht nur hier aufzupassen.“ Stutz war unser Klassenlehrer. Er hieß richtig Professor Weber. Auch das Rechnen war garnicht so schwer. –

Nur das eine war nicht schön, was aber jeder Pennäler als Sextaner durchgemacht hat und jeder, der auf’s Gymnasium will, durchmachen muß: Die Taufe! Die Quartaner schnappen einen Sextaner und führen ihn zum Wasserkran, wo der arme Sextaner getauft wird. – Auch das

war nicht schön, daß man ein „I-Männeken“ war. Die Quartaner und die anderen Klassen sahen stolz auf die Sextaner herab, als wenn sie das Abitur schon gemacht hätten und selbst nie Sextaner gewesen wären. Aber wir taten es ja später auch, als wir Ostern die schokoladen-braune Schülermütze bekamen. Dann sahen wir auch auf die „Sextäkelkes“ mit ihren schwarzen Mützen herab.

2. Stutz.

In Sexta, Quinta und in den beiden ersten Tertialen der Quarta hatten wir als Klassenlehrer den Stutz. Er gab bei uns Deutsch und Latein. – Er war von kleiner Gestalt und hatte nur ein paar Häärchen

auf dem Kopf, die er ausraufen mußte, wenn er unsere Klassenarbeiten korrigierte. Er rauchte viel, aber daß muß man ihm gönnen. Wenn man ihn sah, rauchte er (natürlich nicht in der Schulstunde!). Wenn er in der Pause die Zigarrette nicht aufkriegte, legte er sie, nachdem er sie ausgemacht hatte, auf die Fensterbank im Flur vor der Klasse. Nach der Stunde rauchte er sie dann weiter. –

Im Unterricht bekamen wir viel Spaß bei ihm. Aber wir blieben dafür auch im Pensum weit zurück. Jetzt in Obertertia (Peter und Paul) müssen wir noch 40 Lektionen des Untertertia-Pensums in Latein durchnehmen. Unser jetziger Lateinlehrer schlägt oft die Hän-

de über’m Kopf zusammen und sagt: „Du meine Güte! Die Quarta kanns noch besser als ihr!“

Der Liebling von Stutz war „Willäm“, der für ihn immer während der Stunde oder in der Pause „Rothändel 2 ½ Pf.“ holen mußte, oder einen neuen Rohrstock.

[Zeichnung]

Stutz haute immer vor die Bänke, wenn er einen Schüler verhaute,

der in der Bank saß. So ging der Stock schnell kaputt. - - Stutz war Führer der V.D.A.-Ortsgruppe Steele. Alle in unserer Klasse waren im Verein für das Deutschtum im Ausland. Der Obmann unserer Klasse war „Willäm“. –

Ein sauberes Früchtchen in der Sexta war „Ottchen“. Was der nicht alles ausbrockte...

Wenn Wandertag war, nahm Stutz immer seinen „Addi“ mit, der die „Hammelherde“, wie Stutz uns oft nannte, zusammenhalten mußte.

3. Die andern Pauker.

Bei Herrn Oberlehrer Kaps hatten wir in Sexta und Quinta Rechnen, Erdkunde und Gesang. Er dirigierte auch das Orchester, das er gegründet hat

und mit dem er ein Konzert für die Winterhilfe veranstaltete. Einige unserer Klasse waren in diesem Schülerorchester. Er leitete auch den Chor. Dann hatten wir noch Turnen bei ihm. –

Bei „Tuan“ hatten wir im ersten Tertial Botanik und Zeichnen. Dann ist er pensioniert worden. –

Von da an hatten wir „August Böhmer“, wie er sich selbst nannte, im Zeichnen. Er kam auf den Gedanken, den Zeichensaal zu renovieren. Die Schüler des ganzen Gymnasiums legten dafür das Geld zusammen. Auf Seite 13 u. 50 steht noch mehr von ihm. –

In den beiden letzten Tertialen und in Quanta hatten wir bei Studienrat Linnenborn, den wir „Pat“ nannten, Biologie. –

Religion hatten wir in Sexta,

Quinta und dem ersten Halbjahr der Quarta bei Herrn Studienrat Dresen. –

Unser „Direx“ oder „Zeus“ war bis zum Herbst 1933 Direktor Reusch.

[Zeichnung]

II. Quinta.

Ostern 1932-Ostern 1933.

1. Erinnerungen.

Wie war ich froh, als Ostern 1932 dawar! Endlich kein „Sextäkelken“ mehr, sondern ein stolzer Quintaner! Jetzt konnte ich auf die neuen Sextaner herabsehen, jetzt wurde ich nicht mehr betauft, sondern ich taufte. Ha... und nur noch ein paar Jahre, dann trüge ich schon lange Hosen, und dann würde man „Sie“ zu mir sagen. –

Als die Osterferien vorüber waren, begann aber der Ernst des Lebens wieder. Da vergaß ich wieder alles, was ich zuerst gedacht hatte: Ich mußte an anderes denken, an die unregelmäßigen Verben! Ach, was machten die

einem Sorgen! Wenn man noch so gründlich gelernt hatte, und man konnte ein Wort in der Schule nicht oder war nur die Perfect- oder Supinum-Form falsch, dann sprach Stutz das schicksalsschwere Wort: „Abschreiben!!!“ Und dann konnte man die alten Verben alle abschreiben und wiederholen und neue dazu lernen. –

In diesem Jahre machte August Böhmer eine kleine Ausstellung, und zwar von Zeichnungen und Arbeiten von Schülern im Zeichensaal. In Verbindung mit dieser Ausstellung wurde in der Aula von Primanern ein Theaterspiel, das Apostelspiel von Max Mell, unter Leitung von August Böhmer aufgeführt. Die Eltern kamen zahlreich.

Im Herbst hatte unsere Schule ein Schulfest. Am Morgen war-

en auf der Ruhrwiese Wettkämpfe und ein Fußballspiel gegen die Kruppoberrealschule. Unsere Penne gewann beim Fußballspiel. Am Nachmittag wurde das Spiel „Die Zaubergeige“ von Primanern aufgeführt. Der Anfang des Spiels wurde auf der Spielwiese im Stadtgarten aufgeführt. Da es aber an zu regnen anfing, wurde das Spiel nocheinmal von vorne im Saal von Klaus aufgeführt. Direktor Reusch las nach einem gemütlichen Zusammensein der Eltern, Schüler und Lehrer die Ergebnisse der Wettkämpfe vor. – Im Februar hatten wir Grippefrei.

 

2. Die Machtübernahme Adolf Hitlers und die Schule.

„Die Fahnen hoch, die Reihen fest geschlossen,
S.A. marschiert im ruhig festen Schritt.
Kameraden, die Rot-Front und Reaction erschossen,

marschieren im Geist in unsern Reihen mit!
Die Strasse frei den braunen Bataillonen,
die Strasse frei dem Sturmabteilungsmann.
Es schaun aufs Hakenkreuz voll Hoffnung schon Millionen:
Der Tag für Freiheit und für Brot bricht an!
Zum letzten Mal wird Sturmapell geblasen!
Zum Kampfe stehn wir alle schon bereit.
Bald wehen Hitlerfahnen über alle Strassen:
Die Knechtschaft dauert nur noch kurze Zeit!“

Begeistert singt es ein Trupp Schüler, während er über den Schulhof mar-

schiert. Es ist an einem Tag kurz nach den Weihnachtsferien 1932. Die andern Schüler gaffen das Trüppchen an. Ein paar schließen sich an und marschieren mit. Die Pauker sehen zu, sagen aber nichts. Begeistert singen die Jungen das Sturmlied der S.A. –

Vierzehn Tage später: 1. Februar 1933. Adolf Hitler ist Reichskanzler geworden. Wieder singen die Schüler in heller Begeisterung Hitler-Lieder. –

Am 5. März sind Land- und Reichstagswahlen. Am 8. März setzt der Judenboykott ein. Wir bekommen Schulfrei. – Drei Tage müssen von allen öffentlichen Gebäuden die Reichsfahnen, Hakenkreuzbanner und schwarz-weiß-rote-Flagge, wehen. – Am 12. März sind die Kommunal- und Gemeindewahlen. – Deutschland erwacht.

Am 20. März verkündet

Stutz in der Klasse: „Morgen ist schulfrei! Um 9 Uhr ist eine Feier. Der neue Reichstag wird eröffnet. Wir werden die Reden des greisen Generalfeldmarschalls von Hindenburg und des Reichskanzlers Adolf Hitler durch Radio hören!“ Die ganze Klasse bricht in Jubel aus. –

Am andern Morgen war die Feier in der Schule. Hierüber schrieb ich in mein Tagbüchlein:

„21. März.
Heute wurde der neue Reichstag eröffnet. In der Schule war eine Feier, 2 Stunden lang. Wir hörten die Reden des Reichspraesidenten von Hindenburg und des Herrn Reichskanzlers Hitler durch den Radioapparat, der in der Aula aufgestellt war. Wir hatten keinen Unterricht heute. Die Geschäfte

waren von 10-14 Uhr geschlossen. –
Heute bekamen wir eine neue schwarz-weiss-rote-Fahne, die gehisst wurde wegen der Reichstagseröffnung. An den öffentlichen Gebäuden, sowie an den Schulen wurden die schwarz-weiss-rote-Fahne und die Hakenkreuz-Fahne gehisst. Diese beiden Flaggen sind nun Reichsbanner! Dieser Tag der Einweihung und Eröffnung des neuen Reichstages in der Garnisonkirche zu Potsdam bei Berlin wird uns Deutschen unvergesslich bleiben!“

Abends waren noch viele Fackelzüge. –

Am 20. April hatte Hitler Geburtstag. Es war in den Ferien. Auf dem Adolf-Hitler-Platz in Essen war

eine große Kundgebung, wohin auch viele Schüler des Gymnasiums geschlossen marschierten. Ich schrieb hierüber u. a. in meinem Tagebüchlein:

„.... Nachmittags traten die Schüler vor dem Gymnasium an und marschierten mit einer Hakenkreuz-Fahne und einer schwarz-weiss-roten-Fahne und den Klassenwimpeln zum Adolf-Hitler-Platz ...., wo eine grosse Kundgebung war.“

[Zeichnung]

III. Quarta.

Ostern 1933-Ostern 1934.

1. Die Zeit der Flegeljahre.

Die Quarta ist so recht die Zeit der Flegeljahre. Was haben wir in Quarta nicht viele Streiche gemacht...! Wir dichteten auch viel. Die Gedichte hängten wir in den Glaskasten. Dann stand immer die ganze Klasse davor und lachte. Damit ein Lehrer sie aber nicht heraus nahm, brachte einer ein kleines Vorhängeschloß mit, um den Glaskasten abzuschließen. Eine Reihe Gedichte stehen nun im folgenden geschrieben. –

Die Gedichte, die nicht von mir, sondern von Mitschülern gemacht worden sind, und auch solche Schriebe, sind mit einem Sternchen * bezeichnet. –

2. Kiki Hartke *.

1.) Wer kennt nicht den kleinen Floh?
Es ist der Hartkes Kiki.
Zwei Beine hat er, wie aus Stroh;
sieht aus, wie ’n halber Miki.

2.) Zwei Backen hat er, rosenrot,
er trägt ’ne grosse Brille.
Er liest Karl May, von Kampf und Not
zu Haus in aller Stille.

3.) Und seine Haare sind ganz blass:
Man sieht es ihm schon an,
dass er gehört zur nord’schen Rass’;
er ist fürwahr ein deutscher Mann!

4.) ’ne Stimme hat er, wie aus Blech,
das sagt ein jeder Mann. -
Wir laufen alle vor ihm weg,
wenn er geht „mit die Schnauze ’rann“!

3. Zappel.

Er heißt richtig Herbert Weise, aber weil er so zappelig ist, heißt er eben Zappel. Unter diesem Namen ist er nicht nur in unserer Klasse bekannt, sondern auf der ganzen Penne, bei den Volksschülern, ja – in ganz Steele. Man kennt ihn nur als Zappel; er wird auch von allen nur so genannt. Nur seine Eltern sagen zu ihm: Herbertle. – Zappel bekam oft Hordenkeile. Er konnte auch nicht kameradschaftlich sein. Er hatte ein ganzes Lexikon von schönen Schimpfwörtern, die er einem bei jeder Gelegenheit, die dazu geeignet war, an den Kopf warf. – Die folgenden Gedichte sagen genug von ihm. – Auf Seite 56 steht er auch nochmal verewigt.

Wer ist Zappel? *

Der Zappel ist ein dofer Mann,
beim Zorn schwillt ihm die Ader an.
Auch Zick-Zack wird er oft genannt;
mit Flüchen ist er bei der Hand.
Er meint, er sei sein Philosoph,
dabei ist er ganz furchtbar dof.
Spezialität: Sachenzerstören.
Doch jetzt wollen wir ihn fluchen hören:
„Du Schweinehund! Du Bonzenrind!“
Dieses ist noch sehr gelind.
Die schlimmsten will ich garnicht sagen,
die hört man nur von Strassenblagen.
Doch eines will ich nur noch sagen:
Man muss ihn halb zum Krüppel schlagen!

Kurti gegen Zappel. *

1.) Wer hat schon mal den Zapp’ gesehn,
In seinem braunen Frack?
Der, wenn man ihn geärgert,
ruft immer: „Oller Sack!“

2.) Einst wollte er den Kurt verhaun,
da gabs ’nen grossen Krach.
Da hat der Kurti Acker
den Zappel kalt gemacht.

3.) Die Zornesader schwillet,
der Acker läuft schnell fort,
der Zappel weiss nicht, wo er ist,
Kurt Acker, der war fort!

4.) Der Zappel war vor Wut ganz rot,
und haut wie toll um sich.
Die lange Mähne steht sehr hoch
und stinkt ganz fürchterlich.

Puntz und Zappel.

1.) In einer Hochschulklasse
da gab es einen Krach;
da zankte sich der Zappel
mit dicken Puntz. Ach! Ach!

2.) Ein Federhalter ging zu Bruch,
ein Lineal wurde halbiert.
Der Zappel macht ’nen Fluchtversuch;
der Puntz sein’ Dolch jetzt ausprobiert.

3.) Die Folge war ’ne Stund Arrest.
Das war ja ganz fatal!
Der Davi schimpfte auf das Best. –
„Die Rache folgt ein andresmal!“

4. Der indische Ozean. *

1.) Wir waren alle gut am Spielen. -
- Da gab es plötzlich einen Knall:
Es zankte sich der Erpel
um einen Schleuderball.

2.) Der Gandhi war vor Wut ganz rot;
er sprach: „Das tu ich nicht!
Die andern werfen immer nur,
und mich lässt man im Stich!“

3.) Er schimpfte weiter, frech und laut.
Wir sagten: „Schimpfe nur!
Du hast es ziemlich weit gebracht
mit deiner Hungerkur!“ –

4.) Und plötzlich ging es: Bums!
Was ist denn nun geschehn?
Held Gandhi hat den Ball geschnappt.
Was nun folgt, werden wir sehn.

5.) Jetzt will er werfen gar mit Schwung.

Wir schreien: „Armer Tropf!“
Da fällt er in ’ne Pfütze ’rein,
ganz nass, von Fuss bis Kopf!

6.) Wir lachten alle furchtbar laut:
„Was bist du für ein Mann!“
Und diese Pfütze hiess seit dem:
<Indischer Ozean!>

7.) Der Gandhi hatte einen Bart,
zwölf Meter lang, und breit!
Er rief uns frech und böse zu:
„Ihr seid nicht recht gescheit!“

8.) Der Davi grinste still vergnügt
und sagte: „So ists recht!
Beim Spielen muss man lustig sein!
Dieser Spass war nicht schlecht!“

5. Peias.

Dr. Weyers, kurz genannt „Peias“, hatten wir in Quarta in Geometrie. In Untertertia hatten wir bei ihm Geometrie, Algebra und Physik. Folgendes genügt, um Peias kennen zu lernen. –

Der Faule. *

Wir haben da einen gewissen Pauker „Peias“. Einen fauleren findet man in ganz Essen nicht. Wenn wir eine Klassenarbeit geschrieben haben, dauert es durchschnittlich zwei Wochen, bis wir sie zensiert wiederbekommen. (Tröstet euch, bei Opa Knicke dauerte es zwei Monate! Tatsache! Siehe Seite 32) Aber erst mal die Entschuldigung. Natürlich hat er sie nachgesehen; er hat sie nur auf dem Schreibtisch zu Hause liegen lassen. (In

Wirklichkeit hat er die Hefte noch garnicht geöffnet!) –

Dies und das
von Peias.

Wer kennt nicht den Peias mit der Glatze?
Diese leuchtet weithin über’m Platze.
In den frühen Morgenstunden
ist der Mond schon längst verschwunden.
In der Untertertia
ist der Mond noch immer da!
Dieser nennt sich Peias Glatze,
denn nach physikal’schem Satze
wird das Licht stark reflektiert;
Peias hat es ausprobiert.
Von seiner spiegelblanken Glatz’
spiegelt sich ab der ganze Platz.
’ne Schnauze hat er, sooo gross! Mann.

Da kommt kein andrer gegen an!
Zwei Puten hat er, rosenrot,
ein Ehrendolch, vom Blute rot,
’nen Opel und noch andre Sachen,
die dem Peias Freude machen. -
An „August“ hat er einen Freund.
Die beiden sind sehr fest vereint.
Oft fährt er „August“ mit seinem Wagen;
das mag den „August“ sehr behagen.
Das Auto ist dann sehr erschwert,
weil August des’ Gewicht vermehrt.
August strahlt übers ganze Gesicht,
so etwas gibts alle Tage nicht! -
Biste schon mal bei Peias im Lager gewesen?
Da wirste gezwiebelt, wie bei den Chinesen.
Ich red’ aus Erfahrung. Glaubt es nur,

mit ihm Exerzieren ist ’ne Tortour! -
Peias ist nicht im Tierschutzverein.
Das sieht man jede Stunde ein:
Aufgaben, in rauhen Mengen
kann der Peias uns aufzwängen.
- Nun soll die Kritik ein Ende haben.
Dem Peias wird sie nicht behagen.

6. Knicke. *

Die Stunden bei unserm guten Opa waren die schönsten in der Woche. Wir hatten Erdkunde bei ihm, in Untertertia hatten wir auch eine Zeit lang Deutsch bei ihm. Seine Stunden verliefen mit Hausaufgaben-machen und Liebes-Romane-Lesen, während Knicke eifrig für die Wände redete, wobei sein Bart

immer auf- und abging. – Knicke ritt auch, wie man so sagt, sein Steckenpferd. Er sagte nämlich oft, wohl 30 mal in der Stunde „indessen“ und „die Folge davon ist...“.

7. Hochkirchen.

[Zeichnung]

Bei „Jupp“ hatten wir in Quarta Französisch, in Untertertia Französisch und Griechisch. Das Bild ist nicht ganz gelungen, aber so ähnlich sieht er aus.

8. Die „herrenlose Zeit“,
oder: Das Interregnum. *

Von den Herbst- bis zu den Weihnachtsferien 1933 war an unserer Schule ein unerträglicher, für die Schüler aber gewünschter Zustand. Der Direktor (Reusch) war abgesetzt worden und nun wurde gerade unser Ordinarius, ja, unser Stutz zum Direktor i. V. bestimmt. Das waren Zeiten! Wir hatten fast gar keine Latein- und Deutschstunde mehr, so sehr war Stutz beansprucht. – Aber nach dieser „herrenlosen Zeit“ kam eines Tages ein dünnes, langes Geschöpf in unsere Klasse hinein. Stutz stellte ihn als Herrn Studienassesor Knapp vor. Wir nannten ihn aber „Davi“. (Im folgenden steht von ihm geschrieben.)

9. Davi.

Wir hatten ihn im letzten Tertial in Latein. Ostern ist er wieder weggegangen. Er war unser Klassenlehrer. Wir lernten sehr viel bei ihm und bekamen auch viel Spaß. Die Gedichte Seite 22, 24, 25, 26, 27, 28 sind gemacht worden, als er unser Pauker war. –

Einmal wollten wir ihn erfreuen und legten ihm eine Zigarre aufs Pult, die jemand gefunden hatte; sie wurde angesteckt, daß sie schön qualmte. Als Davi in die Klasse kam, lachte er über die Zigarre, warf sie in den Papierkorb und dann war alles wieder gut. –

Ein andermal stellten wir ihm vor der Stunde den langen Papierkorb von innen schräg vor die

geschlossene Türe. Als Davi kam und (die Klasse hielt gespannt den Atem an...) die Türe öffnete ... bum! fiel ihm der Papierkorb auf die Hühneraugen, (die Klasse brach in ein Indianergeheul aus!) falls er welche hatte. Er frug eine Reihe Jungen, wer das getan hätte. Sie wußten das natürlich nicht. Auch ein paar Ohrfeigen halfen nichts. Da gab uns Davi eine gesalzene Strafarbeit auf. Am Ende der Stunde sagte Davi: „Weil ihr jetzt so fleißig waret und euch lebhaft am Unterricht beteiligt habt, schenke ich euch die Strafe!“ –

Einmal hatten wir am Ende der Stunde, als es schellte, mit den Füssen auf dem Boden getrampelt. Davi frug, wer das getan hätte; ein paar meldeten sich. „Es müssen noch mehr gewesen sein!“

sagte Davi; „Zwei müssen sich noch melden!“ Da stand einer auf. Davi sagte: „Ich lasse euch nicht eher nach Hause, bis sich noch einer meldet!“ Eine peinliche Weile verstrich. Da meldete sich endlich „Tuk-Tuk“. Davi schimpfte: „Warum meldest du dich jetzt erst und läßt mich und deine Kameraden warten?“ „Ich hab ganz bestimmt nicht mitgetrampelt!“ Davi staunte: „Ja, weshalb meldest du dich denn dann!!!“ „Ja, dann dürfen wir wenigstens nach Hause gehen!“ antwortete Tuk-Tuk. Davi aber ließ uns gehen. –

Davi wollte es immer ganz ruhig in der Klasse haben. Wenn wir mit den Füßen auf den Boden scharrten, rief er immer: „Die Füüüsse, die Füüüsse!! Ich will das Gequiiiitsche nicht!!!“ –

10. Unsere Klasse.

[Foto]

Aufgenommen am 7.X.33.
vor dem Portal des Gymnasiums.

Oberste Reihe v. l. n. r.: Helmuth Hecker; Jupp Rotermund; Leo Schengershofe; Berni Multhaupt; Heinz Vedder; Fred Hasenkamp; Heinz Hagenbruch;

Klassenlehrer Professor Direktor i. V. Weber (Stutz); Rudi Strecker; Hermann Schake; Kurt Brignus; Kurt Schön; Hermann Josef Fischer (Tuki); Theo Paganetty; Heinz Hecker; Hans Günter Braun;
mittlere Reihe v. l. n. r.: (stehend:) G. Kranz; Edmung Lang; Josef Kaltenborn; (sitzend:) Franz Woll; Gerd Götzen; Fritz Helle; Karl Heinz Wilmers (Puntz); Günter Rosenbaum (Schalli); Fritz Badde (Klassenbuchführer); Ferdi Frölich; Hans Krause; (stehend:) Fortz Luttrop (Tuk-Tuk, Wimpelträger); Herbert Kirchhoff (Gandhi oder Erpel); Wilhelm Velten-Emden (V.D.A.-Obmann);
unterste Reihe v. l. n. r.: Herbert Weise (Zappel); Kiki Hartke; H. Krampe; Heinz Leggewie; Kurt Stumpe; Heinz Gahmann; Helmut Hohlmann; Artur Grunau; Heiner Schulte; Kurt Acker; Jupp Lillich (Knöl). –
Es fehlen auf dem Bild: Rudi Keuter und Willi Schmal, Paul Buchholz.

11. Es ist ein Schuss gefallen ....

Es war Pause. Wir ließen uns unsere Butterbrote schmecken. In einer Ecke standen eine Reihe Schüler zusammen. Da mußte etwas los sein. Ich ging hin. Da hantierte Richard Schulte, ein Quintaner, mit einer langen, schweren Pistole herum von wohl 1820. Sie war wohl 80 cm lang und 8 Pfund schwer. Wir standen herum und staunten die „Kanone“ an. Jemand hatte zufällig Radauplättchen da; die gab er Richard und dieser legte eines auf die Pfanne der Pistole. Er zielte auf mich und drückte ab. Bummm!!! Ein lauter Knall! Eine große Stichflamme kam aus dem Lauf der Pistole. Ich aber war am linken Ellbogen getroffen

worden. Mein Pullover-Ärmel hing qualmend und stinkend in Fetzen herunter. Mein Arm aber schmerzte und brannte mir furchtbar. Alle Schüler rannten zusammen. Ich bekam zuerst einen mächtigen Schreck. Dann aber fing ich an zu weinen. Nicht um der Schmerzen, nein, um den Pullover. Was würde Mutter sagen?! –

Alles dieses spielte sich schnell ab. Ich ging aber zum Wasserkran und wusch mich ab. Da sah ich erst, daß mein Arm blutete und daß die ganze Haut schwarz verbrannt war. Die andern Schüler waren noch alle da, wo der Schuß gefallen war. Der Aufsichtslehrer war zu ihnen gekommen. Ich ging zum Direktor, das war Stutz. Ein paar Jungen wollten mit mir gehen, doch ich lehnte das ab.

Ich putzte nur meine Tränen ab und ging zum Direktorzimmer. Stutz frug, wer das getag hätte usw. Fräulein Buchholz, die Sekretärin, sagte entsetzt, als sie mich sah: „Mein Gott, wie siehst du aus!“ Sie wusch meinen Arm und verband ihn, während Stutz den Richard zur Rede stellte. Als es schellte zum Unterrichtsanfang, kam er wieder herauf. Ein paar Pauker sahen sich meinen Arm an, und zwar Frosch, Knicke und Hochkurthen. Stutz zeigte ihnen die schwere Pistole: „Sehen sie mal hier, so’ne Kanone!! Und woher hat dieser Junge sie? Aus einem Ascheimer!“ Knicke nahm die Pistole in die Hand und besah sie fachmännisch: „Hm, da war eine Schrotladung drin und die hat sich mit dem Radauplättchen entzündet. – Ja, es ist Schrot!“ sagte er, als

er meinen Arm besah. Stutz sagte: „Er hat noch Glück gehabt, daß er die Ladung nicht ins Gesicht bekam, oder daß kein Blei im Laufe war!“ Fräulein Buchholz frug mich: „Tut’s denn weh?“ –

Allmählich gingen die Lehrer wieder weg. Stutz sagte zu mir: „Gehe jetzt nach Hause und ziehe dich um! Dann komme wieder!“ Ich ging also nach Hause. –

Ich ging zu erst zu meinen Vater. Mutter hätte sich direkt aufgeregt. Dann sagte Vater meiner Mutter Bescheid und ich ging mich umziehen. – Dann lief ich wieder zur Schule zurück.

Als wir zu Hause am Mittagstisch saßen, klingelte das Telephon. Der Vater des Richard rief an. Er sagte, Richard habe die Pistole bei Klostermann im Aschenkasten gefunden. Dr. Kloster-

mann wollte alles ersetzen usw. – Damit war die Sache mit Schulte erledigt. Die Schuld traf Dr. Klostermann, da er die Pistole in den Ascheneimer werfen ließ. Er mußte auch kostenlos wegen des Armes in Behandlung nehmen und einen neuen Pullover kaufen. Er frug auch, ob denn der zerschossene nicht kunstgestopft werden könnte. (!!!) – Die Schrotkörner mußten mit dem Messer herausgeschnitten werden. Aber eine Reihe sitzt jetzt noch drin, weil sie zu tief saßen. –

Diese Geschichte hatte sich weit herumgesprochen. Ein Mitschüler aus Essen erzählte mir, daß, als er an dem Tage, wo dieses passierte, aus der Schule nach Hause kam, ihn die Mutter frug: „Sag mal, hier hab ich gehört, bei euch in der Schule sei einer erschossen worden!“

IV. Untertertia.

Ostern 1934-Ostern 1935.

1. Unser neuer Direx.

Kurz nach Ostern bekamen wir einen neuen Direktor, Dr. Otto Trilloff. Er ist sehr prima. – Wir machten ihm zu Ehren eine Feier, als er kam, in der Aula, wobei das Orchester spielte. Dr. Trilloff hielt eine Ansprache an uns, in dem er uns seinen Lebenslauf erzählte. Er sagte u. a., daß er 1912 an den Olympischen Spielen in London teilgenommen hatte und im 400-m-Lauf als 2. Sieger hervorgegangen ist. Die Königin von England habe ihm eigenhändig eine Auszeichnung überreicht. – Er ist auch ein guter Sänger. Er hat öfters schon mit Herrn Oberlehrer Kaps

Konzerte für die Winterhilfe gegeben. – Dr. Trilloff ist Brigadeführer im Luftschutz, und zwar von Rheinland und Westfalen.

2. Dackel.

Bei Herrn Studienrat Dittmar hatten wir in Unter- und Obertertia Latein und Turnen. Wir nannten ihn „Dackel“ oder Karlchen. –

’ne Dackel-Stunde.

Auf unsrer Penne ’n Dackel ist,
so selten kein andres Hündchen ist.
Haste schon mal ’nen Dackel als Pauker gesehn?
Na, siehste! Unser „Dackel“ ist selten und schön.

Des Morgens, wenn es achte schlägt,
kommt der Dackel angefegt:
Reingewaschen und gekämmt,
Gottes Gnaden in dem Hemd;
Aktenmappe unterm Arm
mit Reinheften. O Gott! erbarm!
„Setzt euch dahin!“ Mit lautem Knall
setzen wir uns auf die Bänke all.
„Die Arbeit ist schlecht ausgefallen!
Ostern bleibt ihr sitzen alle!
Die Quarta kanns noch besser, als ihr.
Die Reinhefte beweisens hier! –
Badde, fünf! ich schüttle mein Haupt!
Wer hätte das jemals geglaubt!
Schlaustein, drei! Die beste Arbeit!
Weise, vier; miserable Arbeit!
Kirchhoff, drei minus; konnt besser sein!

Lang, ’ne fünf! Schrift wie ein Schwein!
Helle! Du kannst Böcke schießen!
Ostern mußt du es mal büßen!
Du hast ’ne vier! Ebenso Woll,
der nicht so ’n Flüchtikus sein soll.“
- So hageln Zensuren auf die Klass’;
uns aber macht es keinen Spaß!
Vier; fünf; drei minus und so weiter,
das stimmt einen gewiß nicht heiter!
Jetzt müssen wir unsre Zensuren sagen,
daß Dackel sie kann ins Klassenbuch eintragen.
Sollt mal sehn, wie er fuchtig wird,
wenn statt „genügend“ – „Drei“ gesagt wird! -

Bei Dackels Fliege schwöre ich:
’ne Cäsar-Stund ist fürchterlich!
Man büffelt, lernt und man schwätzet,
bis der Cäsar richtig sitzet.
Dackel kann auch [.?.] stehlen,
das kann „Pege“ uns erzählen! - -
Des Dackels National-Kostüm:
Eine „Fliege“, rot und grün,
ein Stehkragen, ’ne Wanderhos’
mit Wickelstrümpfen, ganz famos!
- Sonst ist Dackel ganz manierlich,
und auch manchmal sehr possierlich!
Er nimmt gar sehr oft ab die Brille.
Ist’s Nervosität oder sein Wille?
- ’ne Dackel-Stund ist amüsant,
der Dackel ist ja sehr bekannt.

Eine Episode. *

Karlchen Dittmar hat bei uns Latein. Eines Tages heißt es: „Haus-

aufgaben ’raus!“ Einige haben sie natürlich nicht. Die Entschuldigung von Edmund heißt: „Ich habe eine neue Kladde. Die alte, worin die Hausaufgaben für heute stehen, ist verbrannt!“ Da sagt Dackel: „Och sag doch besser: Unser Hund hat se gefressen! Ja, die Dackel zerreißen nämlich alles, was ihnen im Weg kommt!“ Die ganze Klasse aber lachte darauf unbändig laut. Denn wir nennen Karlchen Dittmar auch „Dackel“, weil er so schöne Krummbeine hat. Vielleicht hat er die Kladde selbst gefressen. Man hört ja auch schon mal, daß manche Leute Heringsköppe fressen.

3. August Böhmer.

„August Böhmer“, wie er sich selbst nennt, ist ein dicker,

gemütlicher Onkel. Er brachte die Ausstellung „Heimat und Volk“ zustande, von der im folgenden Kapitel steht. [Zeichung] August ist im Nebenberuf Gründer und „lermaister“ der berühmten Essen Kumpany. Er ist ein hervorragender Künstler und Maler. – August ist, wie gesagt, sehr gemütlich und jederzeit gut aufgelegt. Er kann aber auch fuchsteufelswild werden. Sonst ist er ein lustiger Kerl.

4. „Volk und Heimat“.

Im Sommer bastelten, malten und zeichneten wir Schüler viel. Wir wollten eine Ausstellung machen. – Im Winter, vor den Weihnachtsferien, verkündeten Plakate in Steele und

Essen die Ausstellung. In den Zeitungen standen seitenlange Artikel über unsere Ausstellung. Alles horchte auf; sogar Essener Schulen kamen zur Ausstellung hin. –

Die ganze Veranstaltung „Volk und Heimat“ zerfiel in drei Teile:

1. Feierstunde: Ehrung der großen Männer Steeles, Dr. Karl Humann, Guntermann, Boisward, Wisthoff usw.; Lichtbildervortrag; Ansprache von Prof. Dr. A. von Massow, Direktor des Berliner staatlichen Museums.

2. Die eigentliche Ausstellung.

3. Das Theaterspiel von „Meier Helmbrecht“ von Werner dem Gärtner.

In allen Räumen des

Erdgeschosses der Schule war ausgestellt. Der Zeichensaal war in ein Museum umgewandelt worden. Es waren u. a. ausgestellt: Das Bild der Fürstäbtissin von Essen, einige Sachen aus dem Waisenhaus, einige Plastiken von Guntermann, Leihgaben des Schnütgen-Museums, ein Gemälde von Domkapitular Alexander Schnütgen, dem Gründer des Schnütgenmuseums, Sachen von Krupp und Dumendahl, Originale von dem berühmten Maler Tischbein und das Original-Telegramm Dr. Karl Humanns, des großen Forschers und Entdeckers, des weitberühmten Steeler Kindes, worin er dem Berliner Museum mitteilt: „ara gefunden, Carl.“ Das heißt, er hatte den Pergamon-Altar gefunden. – Ferner waren im Zeichensaal noch eine Büste Karl Humanns, die Ehrentafel für diesen, ein Kopf vom Pergamon-

altar (Nachbildung), u. a. – Im Flur war ein 16 Meter langer Stammbaum zu sehen. Dann waren ausgestellt (es ist nur einiges herausgegriffen): Eine Windmühle, ein paar Stammbäume und –Tafeln, eine Sammlung alter deutscher Postwertzeichen, einige große und kleine Bilder von Schülern, Exlibris, eine große Rekonstruktion eines Wohnhauses und eine Wiedergabe des Brinkerplatzes (Alt-Steele). – Im Klassenzimmer der Quinta waren Modelle von Bauernhöfen, Wohnhäusern, Fabriken, Bahnanlagen usw. und eine große Rekonstruktion der Burg Horst und des Horster Ehrenmals. Dann waren noch Schiffe und Burgen zu sehen. – In einem andern Raume waren Krippen und Bilder von Kirchen usw. ausgestellt. – In der Sexta war ein großes (mit

geschnitzten Puppen) Kasperle-Theater, die ganze „Steeler Kirmes“ mit Karussels, Buden, Schiffschaukeln, usw. ausgestellt. Die „Steeler Kirmes“ wurde von der Quinta gebastelt. In der Unterprima waren u. a. zu sehen: Bilder und Photographien aus dem nat. pol. Schulungslager, ein Stand des V.D.A., und ein Stand von der Saar (mit Bildern und Landkarten und Sprüchen). –

Alles zu schildern und aufzuzählen, was in der Ausstellung „Heimat und Volk“ zu sehen war, würde zu weit führen. – Die Ausstellung hatte den Erfolg, daß die großen Männer unserer Stadt bei den Bürgern wieder richtig bekannt wurden. Karl Humann, dem Entdecker des Pergamon-Altars, wurde endlich die ihm gebührende Ehrung zuteil, daß das Gymnasium Steele den Namen „Karl-Humann-Gymnasium“ erhielt.

5. Zappel.

In unserer Klasse wurden öfters Flugblätter während des Unterrichtes herumgereicht, die ungefähr folgenden Text hatten:

Achtung! Achtung!
Grosser matche de
boxe!
Zappel – Piefke
Eintritt frei! Erscheint in
Massen!

Einmal erschien folgendes Flugblatt, das eine Auflage von 60 Stück hatte und sogar gedruckt war:

Neu! Neu!
!! Das 8. Weltwunder!
Sensation!
Zappel

Die markanteste Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts! – Vieles in einer Person: Spukendes Lama, Pomadenstute, Friedensstörer der UIII., bockende Ziege, homo sapiens, toller Hund etc.
Lebendig zu sehen! -
Garantiert echt! Erscheint in Massen!!!!

Wer die interessanteste Person der Neuzeit sehen will, der eile hin zur Viktoria-Strasse 16.
- (10 x schellen!) –
Druck: Gottfried Piefke. Essen.

Dieses Flugblatt wurde mit großem Hallo von der Klasse begrüßt.

6. Kicki Wagner.

[Zeichnung]

Bei Herrn Referendar Wagner, den wir „Kicki“ nannten, hatten wir kein Fach. Wir hatten wohl bei ihm mal in Cäsar Vertretung. Wir konnten Cäsar noch besser, als er. Er forderte uns immer mit „Bitt schön!“ zum Übersetzen auf. Wenn jemand übersetzt hatte, dann sagte er: „Ja, es mag schon stimmen! Ich habe lange kein’ Cäsar mehr gelesen!“ – Kicki ist ein guter Sportler und Ruderer.

7. Die andern Pauker.

Geschichte hatten wir bei Herrn Dr. Gaillat, den wir „Frosch“

nannten; später bei Herrn Studienassesor Knupfert, den wir im folgenden Stück kennen lernen werden. –

Religion hatten wir im letzten Tertial der Quarta bei Herrn Hochw. Theissen. Seit Ostern hatten wir in diesem Fache Studienrat Spennrath, den wir „Spenni“ nannten. Im letzten Tertial des Jahres 1934-1935 waren drei Religionslehrer an unserer Schule: Herr Rektor Rinke, Präses Langenberg, und Direktor (Regens) Schmitthausen. Seit Ostern 1935 hatten wir wieder „Spenni“. –

8. Schabbes.

Im letzten Tertial hatten wir Herr Studienassesor Knupfert in Geschichte und Deutsch. Er war ein echter dinarischer Rassetyp: Habichtsnase und abgehackter

Hinterkopf. Er kam aus Bayern. Er war ein guter Lehrer. Ostern ging er wieder weg. – Seinen Spitznamen hat er folgendermassen bekommen. In der ersten Stunde, die er bei uns hatte, sprach er über die Namen und die Bedeutung der Wochentage. Da sprach er auch vom „Schabbes“ der Juden. Da nannten wir ihn danach.

Der Schabbes ist ein guter Mann,
mit dem man sehr viel machen kann.
Des Morgens, er fegt in die Klasse ’rein,
wir alle laut: „Heil Hitler!“ schrein.
Der Schabbes sagt dann: „Zetzet euch!
Lasst mir den Grach sein! Hört auf zogleich!“
Schabbes ist sehr schlecht gelaunt,
weil man ihn hat angepflemt.
Das Gemurmel der Klasse hat aufgehört.

Der Schabbes sagt: „Wer jetzt noch stört,
der griegt nachmittag ’ne Stund Arrest!
- Wenn ihr den Grach zofort nicht lässt
dann sperre ich euch alle ein! -
Lasst das Geschwatze endlich zein! -
Weise, aufrecht!“ rufet er;
„Achtgeben gannste garnicht mehr!
Was haste da eigentlich?“ er fragt.
„Nichts!“ Zappel ganz unschuldig sagt.
„Ja, dann tu’s weg! – Ich hab erzählt,
Spannjen beherrschte die ganze Welt.
In Spannjen war, ganz ohne Zweifel...
- Lang, du Flegel, geh zum Deuwel! -
Woll, sag den Zatz zu Ende schnell,
zonst drag ich dich ein auf der Stell!“
- „In Spanien..., in Spanien...
ach nee, das Land Oranien ...“
- „Zetz dich!“ ruft Schabbes voller Zorn.
„Das weisst der Dümmste! Gomm nach vorn!“ –

Edmund reisst sein Schnupftuch ’raus
und schneuzt den Schnüffel mit Gebraus.
„Vetter, wie heisst das?“ Schabbes fragt.
„Darf ich austreten?“ dieser sagt.
„Ja, meinetwegen, weil du es bist,
ich bin ja ein barmherz’ger Grist.
- Hecker, Lümmel! Bösewicht,
hast deine Arbeit gemachet nicht!
Schreibst mir schriftlich auf nächste Stund ...“
- „Ich hab doch...“ – „Dummkopf, halt den Mund!
Du schreibst das Stück ab! - - In der Regel ...
Hasenkamp, du bist ein Flegel!“
Hasi kriegt sehr oft ’ne Bohn“,
Schabbes nämlich kennt ihn schon.
„Wie heisst man das?“ jetzt er ihn fragt.
„Nadürlich! habs doch gleich gesagt:

Hasenkamp nix wieder weisst,
weil er mit Papierchen schmeisst.“ -
„Rrrrr...“ die Glocke schrillt.
Die ganze Klasse stürzt wie wild
zum grossen Schulhofe hinaus
mit dicken Stullen auf der Faust.
Der Schabbes auch die Klass’ verlässt,
die Lippen fest zusamm’gepresst.

Ein Witz.
Schabbes: „Weise, hast du Schmerzen?“
Weise: „Nein!“
Schabbes: „Ja dann auch den Kopf hoch,
wenn auch der Hals dreckig ist!“

Schabbes: „Und die spannische Grone...“
N.: „Sssst, Sssst, Herr Doktor!“
Schabbes: „Was willst du?“
N.: Ich bitte, austreten zu dürfen!“
Schabbes: „Nein! – Oder hast du ’s ei-

lig?“
N.: „Ja!“
Schabbes: „Ja, dann geh, zonst
machste noch hier Geschichten!
Zonst müssen wir drunter leiden!“

[Zeichnung]

9. Was ist die UIII? *

Ein sitzendes, schwitzendes,
niemandem nützendes,
Schulbänke drückendes,
Lehrer „beglückendes“,
Oft pussierendes,
stets sich blamierendes
und promenierendes,
Tische und Bänke
und Scheitel beschmierendes,
gerne sich labendes,
Geld doch nie habendes;

Mädchen entzückendes,
Herzen auch knickendes,
lernendes, schreibendes,
Zeit vertreibendes,
ruppiges,
struppiges,
lügendes,

trügendes,
pfuschendes,
huschendes,
Streiche ausheckendes,
Leute erschreckendes,
„Vieren“ schreibendes,
Unfug treibendes,
garnichts fast könnendes,
Klasse sich nennendes
Individuum!!!

[Zeichnung]

Schlusswort. *

(Epilog.)

Ihr lieben Herrn vom Kollegium,
nehmt uns doch bitte dieses nicht krumm,
dass wir Sie, die uns gute Lehren gaben,
etwas durch den Kakau gezogen haben!
Sie haben wohl noch nicht vergessen,
was Sie bei uns haben ausgefressen.
Wer hat uns ins Klassenbuch geschrieben?
Wer blaue Briefe geschickt, sehr gerieben?
Wer hat uns zuerst zum Pauken geführt?
und wer an unseren Ehrgeiz gerührt?
Wer hat uns diktiert die Klassenarbeiten?
Dieses sind noch Kleinigkeiten!
Wer hat uns feste die Hose verhaun?
Und sich erlaubt, unsre Pönse zu klaun?
Sie sehen also, werte Herren Professoren,
wer bei diesem Vergleiche nun hat verloren!

                                                                                                 Seite:

1. Abschnitt: Sexta bis Untertertia.

Prolog                                                                                             3

I. Sexta. Ostern 1931-Ostern 1932.                                               5
1. Die ersten Eindrücke von der Penne.                                         5
2. Stutz                                                                                          7
3. Die andern Pauker.                                                                   10

II. Quinta. Ostern 1932-Ostern 1933.                                           13
1. Erinnerungen.                                                                            13
2. Die Machtübernahme Adolf Hitlers und die Schule.                 15

III. Quarta. Ostern 1933-Ostern 1934.                                           21
1. Die Zeit der Flegeljahre.                                                            21
2. Kicki Hartke. *                                                                           22
3. Zappel.                                                                                       23
   Wer ist Zappel? *                                                                        24
   Kurti gegen Zappel. *                                                                 25
   Puntz und Zappel.                                                                       26
4. Der indische Ozean. *                                                                 27

5. Peias.                                                                                           29
   Der Faule. *                                                                                29
   Dies und das von Peias.                                                               30
6. Knicke. *                                                                                     32
7. Hochkirchen.                                                                              33
8. Die „herrenlose Zeit“ oder das Interregnum. *                           34
9. Davi.                                                                                             35
10. Unsere Klasse.                                                                           38
11. Es ist ein Schuss gefallen ....                                                     40

IV. Untertertia. Ostern 1934-Ostern 1935.                                     45
1. Unser neuer Direx.                                                                       45
2. Dackel.                                                                                         46
   ’ne Dackel-Stunde.                                                                      46
   Eine Episode. *                                                                             49
3. August Böhmer.                                                                           50
4. „Volk und Heimat“.                                                                      51
5. Zappel.                                                                                           56
6. Kicki Wagner.                                                                              58
7. Die andern Pauker.                                                                         58

8. Schabbes.                                                                                       59
   Schabbiade.                                                                                    60
   Ein Witz.                                                                                         62
9. Was ist die UIII? *                                                                          65

Schlusswort *. (Epilog.)                                                                     67

Inhalt.                                                                                                   68

Namenregister.                                                                                  70.

 

Namenregister
Acker, Kurt, 25, 39.
Badde, Fritz, 34, 47. (1941 gefallen)
Böhmer, Studienrat, 11, 14, 31, 50, 51.
Brixius, Kurt, 39. (1940 gefallen)
Dittmar, Studienrat, 46, 47, 48, 49, 50.
Dresen, Studienrat, 12.
Fischer, Tuki, 39.
Frölich, Ferdi, 39. (gefallen)
Gahmann, Heinz, 39.
Gaillat, Dr., 58.
Gessat, Otto, 10.
Grunau, Arthur, 39.
Götzen, Gerd, 39.
Hagenbruch, Heinz, 38.
Hasenkamp, Fred, 38, 62, [.?.]
Hartke, Kiki, 22, 24, 39.
Hecker, Heinz, 38, 62.
Hecker, Helmuth, 39.
Helle Fritz, 39, 48,
Hochkirchen, Studr., 33.
Hohlmann, 39.

Kallenborn, Josef, 39.
Kaps, Oberlehrer, 10, 11.
Keuter, Rudi 39.
Kirchhoff, Gandhi, 27, 38, 39, 47. (1941 in Rußl. gefallen)
Klausenberg, Professor, Knicke, 32, 33.
Krampe, Willi, 39,
Krause, Hans, 39,
Knapp, Studienassesor, Davi, 26, 28, 34, 35, 36, 37. (+ 1936)
Knupfert, Dr., Studienassesor, Schabbes, 59, 60, 61, 62, 63, 64.
Lang, Edmund, 39, 48, 50, 61, 62.
Langenberg, Praeses, 59.
Leggewie, Heinz, 39.
Lillich, Jupp, 39.
Linnenborn, Studienrat, Pat, 11.
Luttropp, Tuk-Tuk, 37, 39.
Multhaupt, Berni, 38.
Paganetty, Theo, 39.
Reusch, Direktor, 12, 15, 34.
Rincke, Rektor, 59.
Rosenbaum, Günter, 39.
Rotermund, Jupp, 38.
Schemel, Willy, 39.
Schempershofe, Leo, 38.
Schlanstein, Fritz, 47.
Schmitt, Studienrat, Tuan, 11. (+ 1940)
Schmitthausen, Regens, 59.
Schocke, Hermann, 39.
Schön, Kurt, 39.
Schulte, Heiner, 39.
Schulte, Sichard, 40.
Spennrat, Studienrat, 59.
Stricker, Rudi, 39. (1941 gefallen)
Stumpe, Kurt, 39.

Theissen, Religionslehrer, 59.
Trilloff, Direktor Dr. Otto, 45, 46.
Vedder, Heinz, 38.
Velten-Emden, Wilh., 9, 10, 39.
Wagner, Referendar, 58.
Weber, Professor, Stutz, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 18, 34, 39, 41, 42, 43.
Weise, Zappel, 23, 24, 25, 26, 37, 39, 47, 56, 57, 61, 63.
Weyres, Dr., Peias, 29, 30, 31, 32.
Wilmers, Puntz, 26, 39.
Woll, Franz, 39, 61.

 

Bilder Seite: 1, 9, 12, 20, 33, 38, 51, 58, 64, 66.

 

Geschrieben und gezeichnet von Gisbert Kranz, Steele.

[Zeitungsausschnitt]

Die Ausstellung und Uraufführung
im Steeler Gymnasium

N. S. Gemeinschaft „Kraft durch Freude“

Volksbildungsstätte Essen, Ortsteil Steele

Heute, Donnerstag, den 4. April 1940, 20 Uhr, im Festsaal der Karl-Humann-Oberschule (Gymnasium)
E.-Steele, Laurentiusweg 21

Dr. Trieloff, Bariton, singt Deutsche Balladen

Am Flügel: Artur Jannig.

Unkostenbeitrag 0,50 RM, Jugendliche 0,30 RM. Karten an der Abendkasse
ab 19 Uhr.

Die Volks-Zeitung Dein Heimatblatt!

Veranstaltung:

„Volk und Heimat“

Städtisches Gymnasium Essen-Steele
vom 16.-19. Dezember 1934

„Im Glauben an Deutschland werden wir die Zukunft meistern“
Adolf Hitler

1. Feierstunde
Ehrung der großen Söhne unserer Stadt
Humann, Schnütgen, Dinnendahl, Guntermann
Vortrag Prof. Dr. von Massow – Berlin
„Klassische Kunst und Gegenwart“

2. Ausstellung

1. Große Männer unserer Stadt

Carl Humann
Porträtbüste – Leihgaben der 85jährigen Schwester
Abgüsse, Abbildungen, Photographien, Bücher
Leihgaben der Staatl. Museen Berlin (Pergamon-Museum)

Alexander Schnütgen
Leihgaben des Städt. Schnütgen-Museums der Stadt Köln
Bildnisse, Plastiken christl. Kunst, Abbildungen, Bücher, Briefe

Franz Guntermann
8 Plastiken
Lebenswerk: 20 Photographien (Ehrenmal, Altarfiguren, Porträtbüsten, Brunnen etc.)

Dinnendahl
Erste Dampfmaschine des Industriebezirks
Urkunden, Briefe, Photographien
Leihgaben von Westfalia-Dinnendahl-Gröppel A. G.

Wisthoff
Erzeugnisse der Glasbläserei aus alter und neuer Zeit

Krupp
Geschützmodell

2. Von unseren Groß- und Urgroßeltern
Stammbaum, Ahnentafel, Wappen, Handschriften, Bilder, Bücher, Hausgerät, Handwerkzeug, Auszeichnungen

Woher stammen Groß- und Urgroßeltern?
Karte der Geburtsorte der Groß- und Urgroßeltern
Grund der Zuwanderung

Zeichnungen, Ex libris, Wappen

Der letzte seines Stammes: Fritz Eickenscheidt (Oberhof Eickenscheidt)

3. Bilder aus der Geschichte unserer Heimat
Äbtissin der Stadt Essen – Leihgabe des Stiftswaisenhauses, Gedenktafel, Stiche, Photographien, Äbtissinbild, Fahne, Teller, Ehrentafel
Bilder der Ehrenbürger: Humann, Büssem, Boismard

Schülerarbeiten
Bilder: Reichstag in Steele (938)
Raubritter an der Isenburg
An der Ahnenkapelle

Sagen und Legenden: Siegfried, Hermannsschlacht, Hexentaufe, Galgen auf dem Steelerberg etc.

Modelle: von Burg Horst (Vryburg-Ehrenmal der Ruhrkämpfer)
Burg Altendorf – Blücherturm Rellinhausen, Annenkapelle, Wachturm, Nürburg, Phantasieburgen

Bauernhäuser: Germanisches Gehöft, sächsisches, fränkisches Bauernhaus mit Grundriß, Stiepelskotten, Siepenkotten, Bergisches Haus, Weingut an der Mosel, Bauernhaus im Osten

Alte Häuser in Steele: Schmiede, Im Graben

Neue Häuser: Villa – Wohnhaus – Kirchen

Anlagen: Bergwerk – Kohlenwäsche, Eisenbahn

Kirmes in Steele

Zeichnungen und Malereien aus Alt-Steele und Umgebung

Rekonstruktion des Brinkerplatzes

Planungen von Dorf und Stadt

Wappen, Aushängeschilder, Waffen, Spielzeuge, Puppentheater, Krippenbau

Unsere Jungen auf der Erde, im Wasser und in der Luft

Was Zeitungen berichten von Volk und Heimat

Erinnerungen an Hermann Löns (von seinem Bruder in Steele)

Verein für das Deutschtum im Ausland

Die Saar ist und bleibt deutsch

Ehrentafel der im Weltkrieg gefallenen Schüler und Lehrer

Das Bild des Führers

3. Uraufführung

Meier Helmbrecht
Volksspiel nach Werner dem Gärtner von Karl Jacobs.

-

Diese Festfolge berechtigt zum Besuch der Ausstellung und der Aufführung für einen Schüler am 19. Dezember 1934