Marga Broil an ihren Mann August, 25. August 1944

Köln, den 25. Aug. 44.

Mein lieber August,

eben sind zwei Briefe von Dir zu mir gekommen, die mir wieder mit aller Offenheit und dem ganzen Ernst, den die letzten Geschehnisse des Krieges uns auferlegen, von Dir erzählen; von Deinen Tagen dort, wo der Krieg so furchtbare Ausmaße annimmt und von ihren Auswirkungen auf Dein Inneres. Ach, ich danke Dir, Du mein liebster, für alles, was Du mir damit wieder geschenkt hast. Das, was ich Dir darauf erwidern möchte, muß ich noch bewahren bis zu einer besseren Stunde, in der ich ganz nur für Dich da sein kann. Heute soll Dir aus dem Getriebe des Tages heraus dieses kurze Wort nur meinen Dank sagen und ein Zeichen meines innigen Gedenkens sein.

In Herzlichkeit und Liebe Deine Marga.