August Broil an seine Frau Marga, 24. Januar 1944

Bremen, den 24.1.44.

Meine liebe Marga!

Heute morgen erhielt ich schon Deinen Brief vom Ende der Woche. Ich will später darauf antworten. Den Overs und Herrn Fieth habe ich sofort geschrieben. Da ich von Overs die genaue Anschrift nicht weiß, schicke ich Dir den Brief zu, damit Du ihn weiterschickst.

Die Ergänzungen zum Bericht hast Du sehr treffend hinzugefügt; als ich ihn schrieb, war mir bewußt geworden, daß gerade an den Stellen noch

etwas fehlte, das ich aber nicht ausdrücken konnte. Ich hatte sogar gedacht, der Bericht sei noch zu weitgehend und überschreite die Grenze dessen, was nur bei uns sein dürfe und was nach außen dürfe ein wenig. Aber wir wollen ihn so lassen. Unehrlichkeit wegen des Elternsegens brauchen wir uns nicht vorzuwerfen, weil es ja wie Du schreibst nur an äußeren Zufällen lag, daß die Handlung selbst unterblieb. Die Gesinnung gibt den Ausschlag.

Meine Liebste, sei vielmals herzlich gegrüßt, auch nach diesen etwas nüchternen Worten.

Dein August.