Gisbert Kranz an seine Familie, 5. August 1941
Lingen, den 5.VIII.41.
Meine Lieben!
Erst heute komme ich dazu, für Euren lieben Brief zu danken, vor allem für den Kuchen, der sehr gut war. – Nun bin ich gar ins Lazarett gekommen (ohne vorher an der Front gewesen zu sein – wer hätte das gedacht!) und soeben – vor einer Stunde unter voller Narkose am l. Arm operiert worden. Es war nämlich etwas anderes als Bluterguß. Meine Kameraden haben heute Besichtigung u. anschl. Abschiedsfest mit Kommers u. Bierzeitung. Schade daß ich nicht dabei sein kann. Der Urlaub wird nun noch etwas verschoben. Ich weiß noch nicht zu sagen, wann ich hier herauskomme.
Anbei Fotos aus Elberfeld. Nun viele Grüße an alle, auch an T. Alox.
Euer Gisbert
Wenn Herbert Weise noch mal kommt, grüßt ihn bitte von mir und teilt ihm meinen Zustand mit. Entschuldigt bitte meine Schrift.