Gisbert Kranz an seine Familie, 20. April 1943
Danzig, den 20.IV.43.
Meine Lieben!
Zum erstenmal in meinem Soldatenleben schiebe ich Kasernenwache, und dies ist doch schon die fünfte Kaserne, in der ich Dienst tue. Die Sache macht mir aber Spaß. Als Posten kann man so seine psychologischen Studien machen. Heute nachmittag werde ich wachfrei haben. Und Karfreitag werde ich Mozarts Requiem hören.
Hoffentlich seid Ihr wohl auf. Und hoffentlich lassen Euch jetzt die feindlichen Flieger in Ruhe. Wie fühlt Vater sich jetzt gesundheitlich?
Ich wünsche Euch ein recht frohes und gesegnetes Osterfest!
Herzl. Grüße
Euer Gisbert
Familie Gisbert Kranz
Essen-Steele
Humannstr. 18
Absender: Gefr. G. Kranz
1. GEB 120 mot.
Danzig-Lgfr.