Karl-Heinz Kranz an seine Familie, 20. Mai 1943

Rußland, den 20.V.43

Liebe Mutter!

Gestern erhielt ich noch ein 100g-Päckchen mit Puddingpulver und Zucker, wofür ich herzlich danke. Das Pfd. Zucker, das Du mir kürzlich schicktest, streue ich aufs Butterbrot. Das schmeckt tadellos. Die feine Wurst habe ich schon vertilgt. – Gestern bekam ich von Tante Aloysia und von Tante Maria einen Brief. – Wir haben uns hier Bunker in die Erde gebaut, die mit Baumstämmen und Erde zugedeckt sind. Unser Bunker ist im Rohbau fertig; jetzt kommt die Feinarbeit. Du würdest staunen, wenn Du sehen könntest, mit welch geringen Mitteln der Landser die schönsten Dinge macht. – Mir geht es immer noch gut. Satt werde ich auch, und das ist die Hauptsache.

Ich wünsche Vater alles Gute für seine Gesundheit.

Herzliche Grüße sendet Fritz und besonders Dir, liebe Mutter,
Dein Karl Heinz

 

Feldpost 22.5.43

An Familie
G. Kranz,
Essen-Steele,
Postfach 21

Absender: Soldat K. H. Kranz
48583