Karl-Heinz Kranz an seine Familie, 11. Oktober 1943

Rußland, den 11.X.43.

Liebe Eltern!

Gestern erhielt ich Euer Paket vom 17.IX. mit Plätzchen und Bonbons. Es schmeckt wirklich prima. Augenblicklich schwimme ich ja in Süßigkeiten. Besten Dank. Übrigens hat man von so einem Päckchen mit Plätzchen mehr als von einem Kuchen. Deswegen schick mir bitte, liebe Mutter, an Stelle von Kuchen in Zukunft Plätzchen (d. h., wenn Dir das nichts ausmacht). Damit sei nichts gegen den letzten Kuchen gesagt, der war nämlich wirklich prima und gut erhalten. – Anbei lege ich einen Zeitungsartikel, den Ihr bitte Gisbert

zuschicken wollt. Er soll mir seine Meinung dazu schreiben.

Im übrigen geht es mir sehr gut. Ich habe ja keinen Dienst, nichts zu machen. Und mein Gaumen kann bestimmt nicht klagen.

Für heute die besten Grüße,

Euer Karl Heinz