Karl-Heinz Kranz an seine Familie, 14. April 1944
14.4.44.
Liebe Eltern!
Heute mittag kamen wir hier in Geldern an. Das Lazarett in Emmerich ist voll belegt, so daß wir hierher nach Hamb kamen, das ca. 10 km von Geldern entfernt ist. Wir liegen in einem Kloster, in dem auch Elisabeth-Schwestern sind wie in Haus Schnir. Zu unserer Betreuung haben wir D.R.K.-Schwestern. Vorhin habe ich schon gebadet. – Hier ist eine typisch niederrheinische Landschaft, alles „platt“. – Mit Fritz hatte ich gestern noch Tischtennis gespielt. Im Laufe des Tages habe ich wohl etliche Stunden diesen Sport betrieben. Es macht mir Spaß. – Wie lange ich hierbleiben werde, kann ich noch nicht sagen. Ich liege auf einem Saal mit 26 Betten. Das ist natürlich nicht so schön wie in Haus Schnir. – Für die Seife und die Törtchen besten Dank. Die Saftflasche habe ich mitgenommen und bringe sie wieder mit nach Hause. Schickt mir bitte meine Post und das Steeler Tageblatt nach.
Frohen Gruß,
Euer Karl Heinz