Karl-Heinz Kranz an seine Familie, 8. August 1944

Neuhaus, den 8.8.44

Meine Lieben!

Gestern mittag wurde ich zur Marschschwadron versetzt. Nachmittags mußte ich mich bei den einzelnen Stellen anmelden und Sachen empfangen. Die Schwadron ist seit gestern mittag fort zu einer Übung, die bis heute abend dauert. Währenddessen muß ich hier Arbeitsdienst machen, und zwar Kohlen wegfahren und einschaufeln. Hier ist normalerweise um 5 Uhr Wecken. Um 18.00 Uhr haben wir Feierabend, wenn man nicht gerade auf Wache ist. Es läßt sich aber noch aushalten. Ich habe schon viel schärferen Dienst mitgemacht. – Erst heute habe ich meine Marmelade angebrochen. Bisher habe ich immer noch die Wurst gegessen.

Mit den besten Wünschen grüßt Euch froh

Euer Karl Heinz