Karl-Heinz Kranz an seine Familie, 26. August 1944

Paderborn, den 26.8.44

Liebe Eltern!

Mutters Brief vom 23.8. und die Taschentücher erhielt ich. Ich bedanke mich herzlich.

Da hast Du, liebe Mutter, ja mächtig arbeiten müssen, um alle Sachen im Keller wieder in Ordnung zu bringen. Wie kann es denn nur bei dem trockenen Wetter so feucht im Keller sein? – Für Vater ist es sicher eine große Mehrbelastung, daß zwei Angestellte wegkommen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag fahre ich auf Dienstreise freiwillig. Ich muß mit einem Oberwachtmeister einen Strafgefangenen nach Germersheim bei Mannheim wegbringen. Auf der Rückreise werde ich bei Euch vorsprechen. Ich hoffe, in der Nacht von Montag auf Dienstag oder Dienstagmorgen dort zu sein. Ich kann dann bis Mittwoch abend bleiben. Hoffentlich klappt alles.

Bis Dienstag herzlichen Gruß

Euer Karl