Karl-Heinz Kranz an Bruder Gisbert, 18. Juni 1944
Essen-Steele, den 18.6.44
Lieber Gisbert!
In zehn Tagen ist mein Urlaub abgelaufen, wenn nicht der Verlängerungsantrag (vier Wochen – ich bin gar nicht bange!) genehmigt wird. Halte mir die Daumen! Vater fuhr heute morgen wieder nach Wackenfeld (für zehn Tage). Ich habe also wieder das Reich alleine, wenigstens im „Kotten“. – Schade, daß Du nicht teilhaben kannst an so vielem Schönen und Frohen und auch Ernstem, was ich hier im Kreis mittun darf. Ich möchte Dir nur raten, Dich dieser feinen Gemeinschaft näher anzuschließen. Teilweise kennst Du doch die Leute ganz gut. Frag nur Werner Vogt, der in seinem Urlaub manche Stunde mit uns zusammen war, wie gut jedem von uns diese Gemeinschaft tut. – Philipp Dürfeld liegt im Harz in einem Laz. – Sei bitte zufrieden mit diesen Zeilen. Es warten noch andere auf Post von mir.
Dir einen frohen Gruß,
Dein Karl Heinz