Fritz Kranz an seine Eltern, 5. März 1941

5.3.41.

Liebe Eltern!

Ich habe Euren Brief und das Päckchen erhalten. Ich danke vielmals für die Gratulationswünsche. Ich habe von Gisbert einen Namenstagbrief bekommen, wo kein deutsches Wort drin steht. Es ist alles lateinisch. Er hat mir die Führemarke mit noch 5 andern schöne Briefmarken geschickt. Die Schokolade hat aber gut geschmeckt. Auch die Bonbons. Also ich komme am Samstag entweder in der Mittagszeit um 1 Uhr oder um 5 Uhr. Aber ich glaube eher, daß ich um 1 Uhr komme. Heinz Hölter fährt auch mit nach Hause. Alle Schüler hier auf dem Kasten die aus Steele kommen fahren am Samstag nach Hause.

Ich lege anbei noch ein paar Briefmarken bei, die Karl-Heinz oder Günter in den Kasten legen kann. Hoffentlich hat Günter nicht alle Öl[.?.] totgeschossen. Wenn ich nach Hause komme will ich auch wieder schießen. Hoffentlich ist die Knarre nicht schon kaputt. Was macht Tante Aloysia noch. Beschädigt bitte die Briefmarken nicht.

Viele Grüße

Fritz