Fritz Kranz an seine Eltern, 14. August 1943

14.8.43.

Liebe Eltern!

Über Mutters Besuch habe ich mich gestern sehr gefreut. Und wie immer: Sie kommt mit einer dicken Tasche voll Fressalien. Sooft Mutter mich besucht hatte, ob es in Lüdinghausen war, hier oder woanders, immer brachte sie was zum Schnuppen mit. Oh, wenn ich Dir Deine Liebe doch nur vergelten könnte.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Karl-Heinz, Gisbert + Günter zusammen in Urlaub kämen. Ich werde aber bestimmt nicht fehlen. Ich werde sehen, daß ich schon vorher komme, damit ich helfen kann, den Empfang vorzubereiten. –

Wie ich heute hörte ist nicht Bochum + Dortmund angegriffen worden sondern Bochum und Bonn. Dann hat vielleicht Tante Nettchen etwas mitbekommen. –

Wann ich entlassen werde, weiß ich noch nicht. Es kann ganz plötzlich kommen oder auch erst in 8 Tagen. Soviel wie ich glaube komme ich so ungefähr nach 3, 4 oder 5 Tagen weg.

Ich werde jetzt jeden Tag schreiben, damit Ihr wißt, wo ich dran bin. Ich danke also nochmals für die leckeren Sachen, die Mutter mir mitgebracht hatte und grüße Euch als Euer

Fritz