Fritz Kranz an seine Eltern, 18. August 1943 (?)

Liebe Eltern!

Ich schreibe extra mit Bleistift, da ich mit Tinte im Bett nicht schreiben kann. Als ihr wieder weg ward, und ich in mein Zimmer kam und meine Leckerssachen wegpackte, merkte ich erst richtig, wieviel Mühe sich Mutter mal wieder gemacht hatte. Ich danke nochmals für die vielen Sachen die Ihr mir mitgebracht habt. Der Kuchen schmeckt fabelhaft, welches mir meine Budenkameraden bestätigten und Deine Backkunst priesen. Die Plätzchen schmeckten ausgezeichnet und kann ich sie gut beim Zwölführ’sche „verkonsumieren“. Die Bonbons und die Äpfel + Birnen schmecken auch ausgezeichnet. –

Hier kann man es verd.... gut aushalten: Radio, gute Verpflegung und Ruhe und, was die Hauptsache ist, man braucht nichts zu tun, als nur zu lesen + zu schlafen.

Ein besseres Leben kann man sich nicht denken. – Unser Revier wird jetzt Lazarett und habe ich vielleicht nach meiner Entlassung noch Aussicht auf Erholungsurlaub, denn den gibt es nur im Lazarett. –

Dem Gisbert, Karl-Heinz + Günter werde ich auch noch Briefe schreiben.

Herzliche Grüße Fritz

Nochmals vielen Dank für die leckeren Sachen, um die sich Mutter wieder so viel Arbeit gemacht hat.