Fritz Kranz an seine Eltern, 20. November 1944

O. U. den 20.11.44.

Liebe Eltern!

Heute morgen wurde mir Euer Telegramm gebracht, nach welchem wir also wieder bombengeschädigt sein sollen. Ich konnte es kaum glauben. Kaum hattet Ihr den alten Bombenschaden behoben, da könnt Ihr schon wieder von vorne anfangen. Was werdet Ihr wieder mitgemacht haben. Wir müssen auf Gott vertrauen, er hat es ja gewollt. Der Angriff war doch nach dem Wehrmachtsbericht auf Bochum. Wo sind die Bomben denn hingefallen. Hat Steele allgemein viel abbekommen. Na ja, in 14 Tagen bin ich zu Hause. Eher kann ich nicht kommen, da mir kein Urlaub gewährt wird. –

Übrigens bekam ich gestern ein Päckchen mit Bonbons und Drops von Euch. Ich danke recht herzlich dafür. –

Ich schrieb gestern schon einen Brief an Euch. Habt Ihr ihn erhalten?

Seid herzlich gegrüßt von

Eurem Fritz.