Fritz Kranz an seine Eltern, 19. Januar 1945

Halberstadt, den 19.1.1945.

Liebe Eltern!

Euch möchte ich noch eben mitteilen, daß ich morgen versetzt werde; wohin, weiß ich noch nicht. Wenn Ihr nun länger keine Post von mir bekommt braucht Ihr nicht beunruhigt sein. Die Post, die Ihr nach hier hin geschickt habt, wird wohl zurückkommen. Ich werde, sobald ich kann meine neue Anschrift Euch zugehenlassen. Dem Karl-Heinz könnt Ihr ja auch schreiben, daß ich versetzt würde. Also mit Einsatzurlaub gibt es nichts. Wir werden nämlich in Kürze zur Ostfront kommen. –

Heute hatten wir mal wieder eine anständige Übung mit Granatwerfer und [.?.]. Heute habe ich zum ersten Mal mit einem [.?.] Mg. geschossen (50 Schuß). Es hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein schneidiges Gefühl mit einem Mg. einen bestimmten Geländeabschnitt bestreichen zu können.

Na ja ich muß leider schließen, ich muß nämlich meinen Rucksack packen.

Also seid herzlich gegrüßt von

Eurem Fritz.