Albert Obermann an Gisbert Kranz, 15. November 1942
Albert Obermann (Muc). 39 stud. theol. in Padeborn, 40-41 in Bonn. Seit 41 Soldat. 44-45 in französischer Kriegsgefangenschaft. Danach Fortsetzung des Studiums in Bonn.
Absender: Oofu.[?] A. Obermann
4. N. Ausb. A. 13.
Hannover, Kriegerstr. 1.
Feldpost
An Gefr.
G. Kranz
Danzig-Langfuhr
1. I. A. B. mot.
Hannover, den 15.11.42.
Lieber Gisbert!
Hab vielmals Dank für Deinen lb. Brief mit dem Bild.
In Eile will ich Dir mitteilen, daß ich in den nächsten Tagen versetzt werde. Es soll zum Westen gehen. Ich hatte hier noch mal versucht, ob ich keinen Studienurlaub bekommen konnte. Aber die hannoveraner Preußen sind stur. Zwischendurch wollte man mich zum Kraftfahrer machen. Da bin ich stur gewesen. Denn Du weißt ja auch, was es heißt, als Benzinkutscher mit einem Wagen[..] allein auf Rußlands weiten Gefilden zu stehen.
Wenn Du schreibst, so tu es bitte an meine essener Adresse, bis Du eine neue Anschrift von mir erfährst.
Dir nun alles Gute u. recht herzliche Grüße
Dein Albert.