August Böhmer an Mutter Kranz, 17. November 1944

Verehrte, liebe Frau Kranz!

Der Bescheid über Ihren lieben Giesbert, meinen jungen Freund, ist zwar ernst; aber er enthält doch auch einen verständlichen Trost.

Wenn der gute Vatergott seine liebe Hand segnend über den braven Menschen hält, dann wird für Sie alle der Tag der Freude kommen. Ich versichere Sie meiner inständigen Gebetshilfe: Mein Leid und Schmerz biete ich täglich Gott als Opfer an für meine Familie und meine Lieben in schwerer Not.

„Consolatrix afflictorum”, ora pro nobis!

Ihrem lieben Mann einen herzlichen Gruß!

Ihr vertrauter August Böhmer
u. Frau Thea.

Essen Steele 17.XI.1944
Büssemstr. 18