Todesanzeige Ferdinand Fröling
„Auf Dich, o Herr, hoffe ich, in Deinen
Händen ruht mein Geschick.”
Gedenket im Gebete
unseres guten Sohnes und Bruders
meines lieben Bräutigans
Ferdinand Frölich
Oberleutnant und Schwadronsführer
Der Herr hat ihn geliebt und ihn geschmückt;
das Kleid der Herrlichkeit hat er ihm angetan.
Ekkl. 45, 0.
Deinen Gläubigen, Herr, kann ja das Leben
nicht geraubt werden; es wird nur neuge-
staltet, wenn diese Herberge ihres Erden-
wandels in Staub zerfällt, steht ihnen eine
ewige Heimat im Himmel bereit.
Aus der Totenpräfation.
Ferdinand wurde uns von Gott geschenkt
zu Altendorf-Ruhr am 14. Juni 1921. Er
wurde am 11.3.1941 zu den Waffen ein-
berufen. Der Herr holte ihn heim aus den
erbitterten Schlußkämpfen im Osten. Er
starb nach schwerer Verwundung in einem
Lazarett in Kolin am 15. April 1945 und
wurde dort auf dem Friedhof der Erde
übergeben.
Stark in unserm Schmerz macht uns die
Gewißheit, daß unser Ferdinand mit blan-
ker Wehr vor den Lenker der Schlachten
trat. In Christus sich zu freuen und der
Welt zu dienen, mit ihm das Kreuz zu
tragen und so „rein zu bleiben und reif zu
werden” war ihm innerlichste Verpflichtung.
Du, O Gott, hast ihn uns gegeben, und er war
unsere Hoffnung. In der Reinheit seiner Jugend
hast Du ihn zurückgefordert. In Demut beugen
wir uns Deinem hl. Willen.
Du hast ihn uns geliehen, o Herr, zu
unserer Freude! Aber Du hast ihn zurück-
gefordert, und wir geben ihn Dir, o Herr,
ohne Murren, aber das Herz voll Wehmut.
Hl. Hieronymus.
Christus, der König, dem alles lebt, nahm am 15. April 1945 unsern
sonnigen Jungen, unsern guten Bruder, Schwager, Neffen und Vetter,
meinen innigstgeliebten Bräutigam, den
Oberleutnant und Schwadronsführer
Ferdinand Frölich
Inhaber des E.K. II. und I. Kl., des silbernen Verwundetenabzeichens,
der bronzenen Nahkampfspange und anderer Auszeichnungen
zu sich in sein himmlisches Reich. Nachdem er schwer verwundet
war, gab er nach öfteren Empfange der hl. Sakramente in einem
Lazarett in Kolin seine Seele und sein junges Leben in die Hände
seines Schöpfers zurück.
In tiefem Schmerze:
Familie Ferdinand Frölich
und Anverwandte
Leni Bussmann als Braut
Familie Bussmann
Altendorf-Ruhr, den 5. Juni 1945
Das feierliche Levitenamt findet statt am Donnerstag, den 14. Juni,
8,30 Uhr in der Herz-Jesu-Pfarrkirche zu Altendorf-Ruhr.